Deutschlands beliebteste Vornamen | Deutschlehrer-Info | DW | 03.01.2019
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Deutschlands beliebteste Vornamen

Bei der Namenswahl sind deutsche Eltern beständig. Emma und Ben sind hierzulande auch weiterhin die beliebtesten Vornamen. Dass ein Mädchen Tulip heißt oder ein Junge Bryson, hat dagegen Seltenheitswert.

Mehr als 206.000 Geburtsmeldungen hat der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld ausgewertet, um die beliebtesten Jungen- und Mädchennamen im Jahr 2018 zu ermitteln. Das Ergebnis ist: Wie schon in den letzten acht Jahren steht bei den Jungen der Vorname Ben an der Spitze. Bei den Mädchen ist es Emma – wie in den Jahren 2014 und 2017.

Weitere beliebte Mädchennamen sind Mia, Hanna/Hannah, Emilia, Sophia/ Sofia, Lina, Anna, Mila, Lea und Ella. Auf Ben folgen bei den Jungen Paul, Leon, Finn/Fynn, Elias, Jonas, Luis/Louis, Noah, Felix sowie Lucas/Lukas. Bei den zweiten Vornamen steht bei den Jungen Alexander ganz oben, bei den Mädchen Sophie/Sofie.

Muslimische Familien entschieden sich am häufigsten für den Jungennamen Mohammed. Hier mache sich der in den vergangenen Jahren gestiegene Anteil von Migranten aus Syrien und anderen Ländern der Region bemerkbar, so Bielefeld. Von türkischen oder türkischstämmigen Eltern sei der Name des Propheten dagegen nicht so häufig verwendet worden.

Zu den ungewöhnlichsten Vornamen, auf die Bielefeld gestoßen ist, zählen die Mädchennamen Tulip, Bellatrix und Fiorela sowie die Jungennamen Bryson, Donaldo und Bobi.

Bielefeld stützt seine Auswertung auf 610 verschiedene Quellen in bundesweit 480 Städten – zumeist Geburtskliniken, aber auch Meldungen aus zehn Standesämtern. Gut ein Viertel aller 2018 in Deutschland geborenen Babys seien erfasst, sagt er.

Ausbreitung von Norden nach Süden

Bei seinen Erhebungen ist Bielefeld aufgefallen, dass sich einige Namen, die zunächst nur regional aufgetreten sind, nun auch in anderen Gebieten der Bundesrepublik vorkommen. Dazu zählt zum Beispiel der Jungenname Fiete. Bielefeld sagt: „Fiete ist vor allem in Norddeutschland extrem hochgeklettert.“

Das erste Mal sei ihm Fiete, „eine  Koseform von Friedrich“, als regulärer erster Vorname vor ein paar Jahren in Mecklenburg-Vorpommern aufgefallen. „Und jetzt breitet er sich über Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen aus. Ich schätze mal, dass er in zehn Jahren dann auch in Bayern in der Vornamen-Hitparade ist“, so Bielefeld. Es sei typisch, „dass sich Namen von Nord- nach Süddeutschland ausbreiten, seltener umgekehrt.“ Zum Beispiel komme der Vorname Finn mittlerweile in ganz Deutschland vor. In den 1980er-Jahren sei er dagegen zunächst nur in Schleswig-Holstein aufgetreten.

dpa; sts/mk

 

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