1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
PanoramaDeutschland

Entgleisung in München: Güterwaggons stürzen auf Straße

20. Juni 2026

Waggons liegen auf einer sechsspurigen Fahrbahn, herabgestürzt von einer Zugbrücke. Ein Mensch stirbt bei dem Unglück in Süddeutschlands Metropole München. Die Bergung der Güterwagen ist schwierig.

https://p.dw.com/p/5Fl4M
Deutschland München 2026 | Zwei Waggons eines Güterzugs hängen mit einem Ende auf einer Brücke während die anderen Enden auf eine sechsspurige Straße geprallt sind (20.06.2026)
Entgleiste Waggons auf Münchener GüterbahnstreckeBild: Ehsan Monajati/dpa/picture alliance

Der Unfall geschah Mitten in der Nacht auf einer Bahnstrecke, die über eine Brücke zu einem Güterbahnhof in München führt: Gegen 1.40 Uhr stießen dort im Stadtteil Milbertshofen zwei Güterzüge beim Rangieren zusammen. Durch die Kollision sei einer der Züge entgleist, teilte eine Polizeisprecherin vor Ort mit. Daraufhin stürzten zwei Waggons von der Brücke, prallten etwa fünf Meter tiefer auf die Schleißheimer Straße im Norden der Hauptstadt des Bundeslandes Bayern.

Mit dem einen Ende lagen die beiden Waggons daraufhin nebeneinander auf der sechsspurigen Fahrbahn, während sich das andere Ende noch auf der Brücke befand. "Dass zwei Züge miteinander kollidieren und von einer Brücke stürzen - unfassbar", sagte dazu ein Feuerwehrsprecher.

Deutschland München 2026 | Ein Kran hievt einen Güterwaggon von einer Straße zurück auf eine Bahnbrücke (20.06.2026)
Bergungsarbeiten an der Schleißheimer StraßeBild: Stefan Puchner/dpa/picture alliance

Bei dem Unglück kam ein Mensch ums Leben. Wie die Person ums Leben kam ist unklar. Das Gleiche gilt für die Unfallursache - also warum die Züge bei den Rangierarbeiten überhaupt zusammenstießen. Auch die Schadenshöhe lässt sich noch nicht abschätzen.

In den Waggons befand sich nach Angaben der Polizei keine Ladung. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand demnach nicht.

Keine Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr

Die Räumung der Unfallstelle begann am Samstagmorgen. Die Arbeiten sind aufwendig und könnten bis Sonntag dauern. Um die Mittagszeit wurde einer der beiden Waggons mithilfe eines Schwerlastkrans auf die Straße unter der Brücke gestellt. Der zweite Waggon soll einer Polizeisprecherin zufolge zurück auf die Brücke gehievt werden.

Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn passierte das Unglück auf einer Strecke, die ausschließlich von Güterzügen genutzt wird. Einschränkungen im Regional- oder Fernverkehr gebe es daher nicht.

AR/pg (dpa, rtr, ebu)

Redaktionsschluss 17.30 Uhr (MESZ). Dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert! 

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen