Deutschland: Letzte Chance Kirche | Reporter - Vor Ort | DW | 03.04.2021
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Deutschland: Letzte Chance Kirche

In der Kirche von Pfarrer Martens leben Christen aus dem Iran. Sie sind nach Deutschland geflüchtet, weil sie wegen ihrer Religion im Iran verfolgt wurden. Trotzdem droht ihnen nun die Abschiebung. Mit dem Kirchenasyl will der Pfarrer das verhindern.

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Behrad Allehyari wollte nur seinen Glauben leben. In Teheran war er in einer christlichen Hausgemeinde aktiv: heimliche Gottesdienste, Bibelkreise - Aktivitäten, die unverdächtig klingen, aber im Iran genügen, um ins Visier der Behörden zu geraten. Wer sich dort vom muslimischen Glauben lossagt, dem droht die Todesstrafe. Behrad floh nach Europa und beantragte Asyl. Doch das hat ihm Deutschland verwehrt, Behrad soll zurück in seine Heimat abgeschoben werden. Für den evangelischen Pfarrer Gottfried Martens aus Berlin eine klare Menschenrechtsverletzung. Deshalb hat er sich entschlossen, von Abschiebung bedrohten Christen wie Behrad in seiner Gemeinde Asyl zu gewähren. Solange sie dort wohnen, können sie nicht abgeschoben werden. Behrad wird gegen die Ablehnung seines Asylantrags nun Einspruch einlegen - bereitet sich gerade aber auch auf einen anderen, ganz besonderen Termin vor: In der Osternacht will er sich endlich christlich taufen lassen. Eine Reportage von Axel Rowohlt