Deutsche Springreiter zahlen Lehrgeld | Sport | DW | 19.09.2018
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Weltreiterspiele in Tryon

Deutsche Springreiter zahlen Lehrgeld

Die deutsche Springreiter-Equipe startet mit durchwachsenem Ergebnis in die Weltreiterspiele in Tryon. Während Marcus Ehning und Simone Blum im Zeitspringen überzeugen, patzen Laura Klaphake und Maurice Tebbel.

Die Equipe der deutschen Springreiter hat bei den Weltreiterspielen in Tryon/North Carolina einen durchwachsenen Start hingelegt. Einzig der starke Routinier Marcus Ehning (77,08 Sekunden) auf "Pret a tout" und Startreiterin Simone Blum (81,28) auf "Alice" kamen am Mittwoch im Zeitspringen ohne Probleme durch den Parcours, beide blieben ohne Abwurf.

Laura Klaphake ritt nach einem Verweigerer ihrer Stute "Catch me if you can" hingegen erst nach 88,83 Sekunden über die Ziellinie. Bei Maurice Tebbel und "Don Diarado" fiel eine Stange, damit lag das Paar umgerechnet bei 89,35 Sekunden. Nach dem Zeitspringen führt die Schweizer Equipe vor den Niederlanden, Deutschland liegt auf Rang acht.

Bundestrainer nimmt Reiter in Schutz

Bundestrainer Otto Becker nahm seine beiden 24 Jahre alten WM-Debütanten Klaphake und Tebbel in Schutz. "Man merkt, dass sie jung sind. Maurice hat ein bisschen die Lockerheit gefehlt", sagte Becker: "Aber das ist kein Wunschkonzert, ich mache ihnen keinen Vorwurf."

Klaphake, die immerhin ohne Abwurf blieb, zeigte sich selbstkritisch. "Das geht eindeutig auf meine Kappe", sagte sie zu ihrem Fauxpas. Tebbel fügte hinzu: "Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Dass dann ein Fehler passiert, ist natürlich ärgerlich."

Blum überzeugt

Zufrieden war hingegen Startreiterin Blum. "Es war traumhaft", sagte die 29-Jährige: "Der Parcours war schwer, man musste viel mitdenken, aber ich hatte ein tolles Gefühl." Lob gab es auch vom Bundestrainer. "Das hat sie vom Feinsten gemacht, Hut ab", sagte Becker.

Das Zeitspringen zählte als Qualifikation für die Einzel- und Mannschaftswertung. Am Donnerstag und Freitag finden die beiden Nationenpreis-Umläufe statt, am Sonntag folgt die Entscheidung im Einzel.

jst/sw (dpa/sid/Red)

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