Deutsche Bahn: Keine Streiks mehr bis 2021 | Aktuell Deutschland | DW | 04.01.2019
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Verkehr

Deutsche Bahn: Keine Streiks mehr bis 2021

Bei den Fahrgästen der Deutschen Bahn hat sich reichlich Ärger angesammelt: Verspätungen, kaputte Züge, falsche Fahrpläne und mehr. Was den Arbeitskampf der Lokführer angeht, so gibt es jetzt aber positive Nachrichten.

Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen in den kommenden Jahren keine Streiks des Personals fürchten. Nach der Einigung mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist das Unternehmen nun auch mit den Lokführern der GDL einig geworden. Beide Seiten verständigten sich in Frankfurt/Main auf einen langfristigen Tarifvertrag bis Ende Februar 2021.

Die rund 36.000 Beschäftigten des Fahrpersonals erhalten in zwei Tarifstufen zusammen 6,1 Prozent mehr Geld sowie eine Einmalzahlung von 1000 Euro. Statt einer zweiten Tariferhöhung zum Juli 2020 können sie auch zusätzlichen Urlaub oder eine kürzere Wochenarbeitszeit wählen. Mit der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) wurden zusätzlich Vereinbarungen zur Jahresarbeitszeit und zu den Pausenregelungen getroffen.

"Außerordentlich zufrieden"

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler sprach von einer "guten Nachricht für Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen". Er freute sich vor allem über die unternehmerische Planungssicherheit. Die GDL zeigte sich ebenfalls "außerordentlich zufrieden" mit der Einigung. "Trotz mancher Turbulenzen verliefen die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber überwiegend konstruktiv und in einer sachdienlichen, lösungsorientierten Atmosphäre", sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Seine Organisation hatte im Dezember die Tarifverhandlungen zunächst für gescheitert erklärt. Mit der konkurrierenden EVG hatte sich das Unternehmen schon im Dezember - nach einem Warnstreik - auf einen Abschluss verständigt. Die Laufzeit mit beiden Gewerkschaften beträgt nun 29 Monate. Und so lange sind nun die Fahrgäste der Bahn vor Streiks geschützt.

Zwei Gewerkschaften, einheitliche Handhabung 

Von den rund 160.000 Tarifbeschäftigten der Bahn gehören rund 36.000 zum Fahrpersonal, dessen Belange von beiden Gewerkschaften vertreten werden. In der Vergangenheit wurden die in getrennten Verhandlungen erreichten Abschlüsse auf das gesamte Fahrpersonal einheitlich gleich angewendet.

ml/fab (dpa, rtr)

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