Deutsch-irische Einheit gerät in Mali in Sprengfalle | NRS-Import | DW | 26.02.2020
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Einsatz in Mali

Deutsch-irische Einheit gerät in Mali in Sprengfalle

Immer wieder wird schmerzlich bestätigt, wie gefährlich die UN-Mission in dem westafrikanischen Krisenstaat ist. Diesmal traf es irische Soldaten. Sie wurden verletzt, als ihr Wagen auf einen Sprengsatz fuhr.

Bundeswehr-Soldaten sichern das Gelände eines Flughafens in der Nähe ihres Stützpunktes in der Stadt Gao (Foto: picture-alliance/dpa/M. Kappeler )

Bundeswehr-Soldaten sichern das Gelände eines Flughafens in der Nähe ihres Stützpunktes in der Stadt Gao

Bei einem Anschlag auf einen von der Bundeswehr angeführten Konvoi der UN-Truppe MINUSMA sind im Norden Malis drei irische Soldaten verletzt worden. Ein Fahrzeug der deutsch-irischen Aufklärungseinheit habe am Dienstag einen Sprengsatz ausgelöst, teilte die Bundeswehr mit. Deutsche Soldaten wurden nicht verwundet.

Der Zwischenfall ereignete sich etwa 80 Kilometer nordöstlich der Stadt Gao, wo im Camp Castor der Großteil des deutschen MINUSMA-Kontingents stationiert ist. In dem Gebiet war die Aufklärungseinheit mit elf Fahrzeugen unterwegs. Die irischen Verletzten wurden mit rumänischen Rettungshubschraubern nach Gao in eine deutsche Sanitätseinrichtung gebracht. Deutsche Soldaten sind in Mali im Rahmen der UN-Truppe und zudem bei der EU-Trainingsmission EUTM im Einsatz.

Blick auf den Bundeswehr-Stützpunkt Camp Castor in Gao im Norden von Mali (Foto: picture-alliance/M. Heine)

Blick auf den Bundeswehr-Stützpunkt Camp Castor in Gao im Norden von Mali

MINUSMA ist für die Bundeswehr nach Afghanistan der zweitgrößte Auslandseinsatz, er gilt aber als ihr gefährlichster. Die 2013 gestartete UN-Mission soll einen Beitrag zur Stabilisierung des westafrikanischen Krisenstaates liefern. In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrororganisationen "Islamischer Staat" (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

sti/uh (ap, dpa)

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