Der Wind - Motor des Klimawandels | DokFilm | DW | 01.10.2022
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

DokFilm

Der Wind - Motor des Klimawandels

Veränderte Windströmungen machen Extremwetter wie Dürren oder Starkregen immer wahrscheinlicher. Denn der Wind, der in unseren Breitengraden für den Wechsel zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten sorgt, wird von der Klimaerwärmung beeinflusst.

Der Wind ist der Motor für unser Wetter. Er bringt uns den Sonnenschein genauso wie den Regen. Und im Winterhalbjahr bläst er sich regelmäßig zu kräftigen Stürmen auf. Allerdings führt der Klimawandel überall auf der Erde zu Veränderungen der bestehenden Windverhältnisse - mit verheerenden Folgen. Atlantische Hurrikans, die sich über den Tropen aufbauen und regelmäßig an der Ostküste der USA ganze Landstriche verwüsten, werden stärker und bringen immer mehr Regenfälle mit sich. Die Schäden, die sie anrichten, sind erschreckend. Die genauen Ursachen suchen Forschende in der Arktis, wo die Temperaturen schneller steigen als im Rest der Welt. Über der Nordhalbkugel sorgen steigende Temperaturen dafür, dass ein Windsystem in etwa zehn Kilometer Höhe ins Schlingern kommt. Der Nordpolar-Jetstream treibt Hoch- und Tiefdruckgebiete um die Erde. Mit bis zu 500 Kilometern pro Stunde jagt er in West-Ost-Richtung um den Planeten. In den letzten Jahren allerdings haben die Meteorolog*innen festgestellt, dass er immer häufiger Schwächephasen hat - mit fatalen Auswirkungen auch für Europa. Dürreperioden wie im Jahr 2018 oder Regenkatastrophen wie im Sommer 2021 werden dadurch wahrscheinlicher. Auf Spitzbergen haben die Wissenschaftler*innen bereits alarmierende Entwicklungen nachgewiesen. Der Klimawandel verändert den Wind und der veränderte Wind beschleunigt den Klimawandel - ein gefährlicher Teufelskreis.