Der verborgene Schatz | TV | DW | 21.08.2018
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Der verborgene Schatz

Die größte Sammlung zeitgenössischer Kunst außerhalb Europas und den USA liegt im Keller des zeitgenössischen Museums in Teheran, dem TMOCA.

Erworben wurden die Werke vor 40 Jahren von Farah Diba, der damaligen Frau des persischen Schah, doch nach der Islamischen Revolution 1979 wurde die nicht-islamische Kunst weggesperrt. Bis heute hat sie kaum ein Iraner gesehen.

Vorerst wird der Zuschauer nur durch den Film den legendären Kunstschatz im Keller des Zeitgenössischen Museums zu sehen bekommen. Vor 40 Jahren wurde auf Initiative der damaligen iranischen Kaiserin Farah Diba eine riesige Sammlung zeitgenössischer Kunst erworben, darunter Werke von Jackson Pollock, Andy Warhol, Wassily Kandinsky, Paul Gauguin und Francis Bacon. Die Sammlung war für das zeitgenössische Museum in Teheran, dem Teheran Museum of Contemporary Art (TMOCA), vorgesehen.

Am Tag der Eröffnung des TMOCA dem 18. Oktober 1976, dem 38. Geburtstag von Farah Diba, tanzten avantgardistische Performance-Künstler durch die spiralförmigen Gänge des Museums. Eine kleine Elite zelebrierte die Moderne, ihr standen 45 Prozent Analphabeten im Land gegenüber. Doch nach der Islamischen Revolution 1979 wurde die nicht-islamische Kunst verbannt. Künstler und Intellektuelle verließen den Iran. Der Schatz aber überlebte, bis heute gehütet vom ehemaligen Fahrer des Museums.

Laut Kamran Diba, dem ersten Museumsdirektor und Architekt des TMOCA, spiegelt die Sammlung die faszinierende und komplexe Beziehung zwischen dem Iran und dem Westen wieder. 2016 sollte die Sammlung in der Gemäldegalerie in Berlin gezeigt werden. Der damalige Außenminister Steinmeier hatte sich hierfür eingesetzt, die Islamische Republik ließ sich zunächst auf diesen Kulturaustausch ein. Nicht nur Andy Warhol und Francis Bacon sollten in Berlin gezeigt werden, auch iranische Künstler wie Parviz Tanavoli, der bekannteste iranische Bildhauer.

Doch die Farah-Diba-Sammlung bekam keine Ausfuhrgenehmigung von der Regierung in Teheran erteilt und so musste der Kooperationsvertrag zwischen den Museen gekündigt werden. Die Diskussion um die Ausstellung in der Gemäldegalerie in Berlin hat im Iran vieles an die Oberfläche gespült: das Misstrauen iranischer Kulturschaffender gegen das System der Islamischen Republik und die Suche nach der eigenen Identität.

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