Der ″Tyrannosaurus″ von Tambach-Dietharz | DokFilm | DW | 19.10.2019
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DokFilm

Der "Tyrannosaurus" von Tambach-Dietharz

Nirgendwo auf der Welt wurden so viele gut erhaltene Saurier-Fossilien aufgespürt wie in Thüringen. Fast jeder Skelettfund avancierte zu einer Weltsensation. Und die Archäologen graben weiter. Eine neue Art könnten sie bereits entdeckt haben.

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Die ersten Knochen am "Bromacker" bei Tambach-Dietharz entdeckte der Geologe Dr. Thomas Martens vor 45 Jahren in einem alten Steinbruch. 1978 dann konnte er endlich mit wissenschaftlichen Grabungen beginnen. Neben etlichen Insekten- und Pflanzenversteinerungen wurden 40 Skelette von zwölf verschiedenen Ursaurierarten geborgen. Eine 26 Zentimeter lange Echse sieht aus wie eine Miniaturausgabe des bekannten Dinosauriers Tyrannosaurus rex. Ein Schmuckstück sind auch zwei nebeneinander liegende Amphibien der Gattung Seymouria. Sie alle stammen aus dem Unteren Perm, einem Erdzeitalter,das rund 290 Millionen Jahre zurückliegt. Verwandte wurden in Texas, Utah und New Mexico in den USA gefunden. Fast 20 Jahre kamen deshalb amerikanische Kollegen jeden Sommer zu Grabungen nach Thüringen. Gemeinsam lieferten die Paläontologen einen weiteren Beweis, dass damals alle heutigen Kontinente zusammenhingen und den Urkontinent Pangäa bildeten. Die Wissenschaftler stehen in einer großen Thüringer Tradition der Saurierforschung. Der weltweit erste, beschriebene Saurier wurde dort gefunden, genauso wie die ersten Saurierfährtenplatten der Welt.