Der FC Bayern siegt auch bei Dynamo Kiew | Sport | DW | 23.11.2021
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Champions League

Der FC Bayern siegt auch bei Dynamo Kiew

Der FC Bayern sichert sich den Sieg in Champions-League-Gruppe E mit einem Erfolg bei Dynamo Kiew. Robert Lewandowski trifft spektakulär für den FCB. Das Impf-Thema wird die Münchner aber wohl weiter begleiten.

Robert Lewandowski beim Fallrückzieher

Robert Lewandowski trifft akrobatisch per Fallrückzieher zum 1:0 gegen Dynamo Kiew

Es war ein Bild, wie es einst vor allem Klaus Fischer übermittelte. Den Fallrückzieher in seiner technisch perfekten und schönsten Ausführung beherrschte der ehemalige Nationalstürmer und Angreifer unter anderem des FC Schalke 04 wie kaum ein anderer. Fischer ist mittlerweile 71 Jahre alt und natürlich schon längst in Fußballer-Rente. Aber Robert Lewandowski hat offenbar den größten Spaß daran, den ehemaligen Größen der Bundesliga ihre ureigensten Fähigkeiten streitig zu machen.

Erst überbot der Angreifer des FC Bayern in der Vorsaison den lange als uneinholbar gegoltenen Torrekord von Gerd Müller - um einen Treffer, indem der Pole 41 Tore erzielte. Nun erzielte Lewandowski den Führungstreffer (14.) per spektakulärem Fallrückzieher beim 2:1 (2:0)-Erfolg der Münchner in der Champions-League-Partie bei Dynamo Kiew.

Kingsley Coman hatte nach 42 Minuten das zweite Tor des FCB erzielt. Denys Garmash traf nur noch zum 1:2-Anschlusstreffer (70.). Die Bayern stehen damit auch als Sieger der Gruppe E fest, qualifiziert für das Achtelfinale waren sie bereits vor dieser Partie.  

Lewandowski bleibt mit seiner Treffsicherheit rekordverdächtig. In jedem seiner letzten neun Champions-League-Partien war er an einem Treffer beteiligt. Es war sein neuntes Tor im laufenden Wettbewerb, zudem das 25. Pflichtspieltor in dieser Saison. 

Acht Spieler haben den Münchnern gefehlt

Diese außergewöhnlichen Statistiken können derzeit allerdings nicht die Diskussionen um die Impf-Thematik bei den Münchnern übertünchen. Mit Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala, Eric Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance fehlten in der Ukraine gleich fünf Spieler, weil diese offenbar bislang nicht geimpft sind und sich in Quarantäne begeben mussten. Zudem waren drei weitere Spieler, unter anderem Marcel Sabitzer, wegen Verletzung oder Sperre ebenfalls nicht dabei.

Allerdings ist das eine Anzahl an Ausfällen, die selbst die Münchner mit ihrem Hochleistungskader nur kurzfristig überbrücken können. Gegen einen international eher zweitklassigen Gegner wie Dynamo kann das Team von Trainer Julian Nagelsmann diese Personalprobleme zwar einigermaßen in den Hintergrund rücken - auch wenn die Bayern in einigen Szenen gegen Kiew eine große Portion Glück brauchten, um nicht noch mehr Gegentreffer zu kassieren.

"Das war kein Top-Siel von uns in Kiew, aber insgesamt haben wir es in der Champions League sehr gut gemacht bisher. Die Nebensächlichkeiten haben wir beiseite gelassen. Das ist nicht so leicht, weil wir eigentlich einen anderen Kader haben", sagte Kapitän Manuel Neuer mit Blick auf die Personalsorgen.

Spätestens wenn es ab dem nächsten Jahr in die K.o.-Spiele gegen die Topklubs im europäischen Fußball geht werden sich die Münchner einen derart dezimierten Kader nicht mehr leisten können. Die Impf-Debatte rund um die Bayern-Profis wird in den nächsten Tagen deshalb wieder Fahrt aufnehmen - da helfen dann auch die schönsten Lewandowski-Treffer nicht weiter.