Deloitte präsentiert ein WM-Orakel | Wirtschaft | DW | 05.06.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

FIFA-Fußball-WM

Deloitte präsentiert ein WM-Orakel

Wie wär das denn? Echte Fußballspieler mit echten Bällen müssen gar nicht mehr in echten Stadien in Russland auflaufen - das WM-Orakel berechnet das Ergebnis ganz allein. Dank Algorithmus. Man kann es ausprobieren.

Deloitte ist eigentlich eine internationale Agentur, die sich mit ernsten Dingen wie Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung beschäftigt. Aber eine Fußball-WM ist Ausnahmezeit, so auch bei Deloitte: Die Berater werden zum WM-Orakel. Dazu haben sie jetzt eine eigene Internet-Seite freigeschaltet, mit der man tippen kann, wer welches Spiel in Russland gewinnt und wer Weltmeister wird.

Natürlich gewinnt Deutschland, möchte man sagen - aber wer weiß, ob der Algorithmus mitspielt. "Fußballfans können sich ab dem 14. Juni entscheiden", schreibt Deloitte zu seinem "offiziellen WM-Tippspiel": "Entweder verlassen sie sich wie gewohnt auf ihre Intuition oder sie setzen beim Tippen auf die Prognose eines Algorithmus."

Das digitale WM-Orakel sieht jedenfalls jetzt schon die deutsche Nationalelf im Endspiel - auf dem Weg dorthin prognostiziert das Orakel allerlei 2-0-Siege der Deutschen, gegen Schweden, Mexiko und Südkorea. 

"Unser Prognosetool trifft Vorhersagen über den Ausgang aller Spiele bis hin zum Weltmeister und kombiniert dabei verschiedene Faktoren wie Mannschaftsbewertungen ("ELO-System"), historische sowie aktuelle Ergebnisse und den Austragungsort", erklärt Olaf Peter Schleichert, Leiter des Deloitte Analytics Institute. Die Ergebnisse von Testspielen jetzt vor der WM und die der einzelnen Spieltage flössen dann in die Prognose mit ein.

Russland - Fussballtore abseits der WM (Reuters/P. Rebrov)

Fußballtor, nicht in russischem Stadion, sondern irgendwo auf der Krim

Ist ja nur Fußball

Was passiert, wenn die Wirklichkeit bei so etwas mitmacht, konnte man ja bei der Brexit-Entscheidung und der Trump-Wahl begutachten. Da war allerdings das Deloitte Analytics Institute gar nicht beteiligt, sondern ein heute verrufenes Unternehmen namens Cambridge Analytica. Aber das ist ja auch schon ganz lange her.

Sie erinnern sich? Damals hatte Cambridge Analytica von einem Cambridge-Professor Daten von Millionen Facebook-Nutzern erhalten. Die hatte der mittels einer unschuldigen  Umfrage-App gesammelt. Teilgenommen an der Umfrage hatten nur einige hunderttausend Nutzer teilgenommen. Viele weitere Millionen Facebook-Nutzer waren "Freunde" dieser Umfrageteilnehmer, die von nichts wussten.

Auch Russland soll eine gewisse Expertise auf diesem Feld haben - US-Sonderermittler Mueller ermittelt da noch. Aber jetzt geht's ja nur um Fußball - in echten russischen Stadien. Wenn Sie übrigens mitmachen wollen beim Deloitte-WM-Orakal, steht Ihnen das natürlich frei - Anmeldungen über www.deloitte-soccer.de.

ar/hb (dpa, rtr – Deloitte) 

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema