Das Milliardenbusiness der Schleppermafia | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 18.02.2019
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Nahaufnahme

Das Milliardenbusiness der Schleppermafia

Jedes Jahr werden zehntausende Menschen nach Europa und nach Deutschland geschleust: mit erschlichenen Touristen- und Studienvisa oder mit Scheinarbeitsverträgen. Die Methoden werden dabei immer raffinierter.

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Ein syrisch-polnischer Familienverband brachte Syrer für durchschnittlich 8.000 Euro pro Person mit erschlichenen Touristenvisa nach Deutschland. Die Chefin des Schleuserrings wurde mittlerweile verhaftet. Banden- und gewerbsmäßige Schleusung betreibt auch ein deutsch-indischer Schlepperring in Eilenburg (Sachsen), ohne jedoch harte Sanktionen fürchten zu müssen, da er eine Gesetzeslücke nutzt. Die Schlepper arrangieren Scheinehen zwischen rumänischen und tschechischen Frauen auf der einen und indischen oder pakistanischen Männern auf der anderen Seite. Kostenpunkt: 20.000 Euro. Auch wenn es der Bundespolizei in den letzten Jahren immer wieder gelungen ist, Schlepper-Netze zu zerschlagen, wachsen schnell neue Strukturen nach. Schlepper agieren über Ländergrenzen hinweg, die Ermittlungsbehörden können nur mithalten, wenn sie ebenfalls länderübergreifend kooperieren. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass Menschenschmuggel mindestens so gewinnträchtig ist wie Drogen- und Waffenhandel - mit Gewinnen von bis zu sieben Milliarden Dollar pro Jahr.