Das Atomwaffen-Kartell - Ende der Abrüstung? | DokFilm | DW | 20.11.2019
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Das Atomwaffen-Kartell - Ende der Abrüstung?

Im August 2019 erklärten Russland und die USA den Vertrag zum Verbot nuklearer Mittelstreckenraketen für beendet. Der Vertrag zur Begrenzung der Zahl strategischer Atomwaffen steht vor dem Aus. Droht nun ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf?

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70 Jahre nach Gründung der NATO: Der INF-Vertrag ist beendet. Der NEW-START-Vertrag steht vor dem Aus - beide waren Grundpfeiler der atomaren Rüstungskontrolle. Der Film macht sich in den USA, in Russland und in Europa auf die Suche nach den Hintergründen und Hintermännern dieses Rückfalls in die Denkweisen und Strategien des längst überwunden geglaubten kalten Krieges. Die Autoren sprechen mit den Vordenkern einer neuen atomaren Abschreckungslogik und analysieren das Netzwerk von Denkfabriken und Unternehmen, die sich ein Milliardengeschäft erhoffen. Mit dabei sind auch deutsche Banken, die Kredite an Rüstungs-Unternehmen wie zum Beispiel Airbus vergeben. Airbus baut gerade 48 neue Atomraketen für die U-Boote der französischen Marine. Jede Rakete trägt sechs bis zehn Sprengköpfe, und jeder Sprengkopf hat die zehnfache Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe. Der Film deckt auf, dass US-amerikanische Rüstungskonzerne wie Honeywell, Northrop Grumman oder Bechtel die neue Nukleardoktrin der USA mitschreiben und sich dadurch Milliardengewinne sichern. Die Dokumentation zeigt, dass Deutschland nicht nur militärstrategisch Teil der neuen globalen Nuklearstrategie ist, sondern auch, wie eng verzahnt die nukleare zivile und die rüstungstechnische Industrie hierzulande miteinander verknüpft sind.