Dammbrüche in Michigan | Aktuell Amerika | DW | 20.05.2020
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Unwetter

Dammbrüche in Michigan

Nach heftigen Regenfällen im Mittleren Westen der USA haben rund 10.000 Menschen ihre Häuser wegen Überflutungsgefahr verlassen müssen. Im besonders betroffenen US-Bundesstaat Michigan wurde der Notstand ausgerufen.

Michigan Dammbruch

Der überspülte Sandforddamm in Michigan

Besonders kritisch ist die Lage im Bezirk Midland des US-Bundesstaates Michigan. Dort sind wegen der Wassermassen der Edenville- und der Sanforddamm gebrochen. Die Behörden ordneten Evakuierungen an.

Michigan Dammbruch

Auch der Edenvilledamm kann die Wassermassen nicht mehr halten

Gouverneurin Gretchen Whitmer hat für den County den Notstand erklärt. Die Menschen sollten in Notunterkünften Schutz suchen oder sich bei Verwandten oder Freunden außerhalb des Bezirks einquartieren. Die Innenstadt von Midland könne bis zu 2,7 Meter unter Wasser stehen, warnte Whitmer: "Wir erwarten einen historischen Hochwasserspiegel."

Evakuierung in Corona-Zeiten

Michigan Dammbruch

Überflutete Straßen in Sandford

Rund 3500 Wohnhäuser seien geräumt worden, sagte die Gouverneurin. Die Unterbringung so vieler Bürger in Notunterkünften sei angesichts der Coronavirus-Ausbreitung aber eine Herausforderung. Die Menschen seien mit Gesichtsmasken ausgestattet worden, die Einsatzkräfte trügen Schutzkleidung. "Dies inmitten einer globalen Pandemie durchzustehen, ist fast unvorstellbar. Aber wir sind hier, und wir werden das nach besten Kräften gemeinsam meistern."

Der Nationale Wetterdienst warnte vor extrem gefährlichen Sturzfluten. Auf Luftbildaufnahmen sind überflutete Straßenzüge sowie ein geborstener Damm entlang des Tittabawassee-Flusses zu sehen. Bislang sei niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher der Bezirksverwaltung dem US-Nachrichtensender CNN. Die Nationalgarde helfe bei der Evakuierung.

Michigan Dammbruch

Ausnahmezustand in Edenville

Auch andere Bundesstaaten im Mittleren Westen der USA erleben seit Tagen starke Regenfälle.

cgn/rb (dpa, rtre)

 

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