Daimler ruft Hunderttausende Autos zurück | Aktuell Welt | DW | 03.03.2017
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Überhitzungsgefahr

Daimler ruft Hunderttausende Autos zurück

Autos von Daimler können wegen eines Defekts beim Starten Feuer fangen. Der Autobauer hat einen groß angelegten Rückruf verkündet. Allein in Deutschland sind 150.000 Autos betroffen.

Ein Mercedes-Benz Coupé der E-Kasse (Daimler AG)

Ein Mercedes-Benz Coupé der E-Kasse

Der deutsche Automobilhersteller Daimler ruft weltweit Fahrzeuge wegen Überhitzungs- und Brandgefahr beim Anlassen des Motors in die Werkstätten zurück. Allein in den USA seien etwa 308.000 Autos betroffen, in Deutschland rund 150.000 Autos, wie ein Sprechers des Unternehmens mitteilte. Wie viele Modelle weltweit insgesamt zurückgerufen werden müssen, konnte der Sprecher nicht sagen.

Überhitzungsgefahr bei Starter

Die Gefahr geht nach Firmenangaben von einem Startstrom-Begrenzer aus, der unter bestimmten Bedingungen durch sehr hohen elektrischen Strom überhitzen kann. Die Überhitzungs-Gefahr bestehe dann, wenn der Starter wegen eines zuvor eingetretenen Schadens - etwa durch Wasser - blockiert sei und der Fahrer mehrere Startversuche hintereinander unternimmt.

Im schlimmsten Falle könne das zu einem Feuer führen, hieß es. Daimler will das Problem durch eine zusätzliche Sicherung lösen. Der Einbau in der Werkstatt dauere etwa eine Stunde und sei für die Fahrzeughalter kostenlos, so der Autobauer.

Bislang keine Unfälle

Menschen sind nach Unternehmensangaben durch diesen Defekt bislang nicht zu Schaden gekommen, es seien auch keine Unfälle in diesem Zusammenhang bekannt. Der Mangel sei durch einzelne Vorfälle hauptsächlich in den USA bemerkt worden. Laut Dokumenten der US-Verkehrsaufsicht NHTSA ist Daimler im Juni 2016 erstmals auf das Problem aufmerksam geworden, aber erst Anfang Februar zu dem Schluss gekommen, dass Sicherheitsmängel nicht auszuschließen seien.

Betroffen sind Modelle der A-, B-, C- und E-Klasse sowie Mercedes CLA, GLA und GLC aus den Baujahren 2014 bis 2017, teilte der Daimler-Sprecher weiter mit. In den USA sollen die Besitzer der Fahrzeuge Ende März kontaktiert werden. Danach sollen die nötigen Umrüstungen in den Werkstätten der US-Händler beginnen. Wann die deutschen Halter Bescheid bekommen, ist noch offen.

wl/uh (dpa, afp)