Düsseldorf: Ein Feuerwerk an Problemen | Sport | DW | 04.11.2018
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10. Spieltag

Düsseldorf: Ein Feuerwerk an Problemen

Eine Halbzeit lang kann Fortuna Düsseldorf mithalten, dann kommt ein umstrittener Elfmeter und die geballte Gladbacher Offensive. Am Ende heimst der Aufsteiger keine Punkte und eine Menge Ärger mit den Fans ein.

Es gab mal wieder ein Feuerwerk. Nicht auf dem Rasen, aber auf der Tribüne. Im Gästeblock, um genauer zu sein. Vor und während des ersten Sonntagsspiels zwischen Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf zündeten Fortuna-Anhänger immer wieder Pyrotechnik, so dass das Spiel zunächst verspätet angepfiffen und dann zweimal unterbrochen werden musste. "Diese Selbstdarstellung geht gar nicht", kündigte Düsseldorfs Klubchef Robert Schäfer nach der Partie an. "Wir werden da Konsequenzen ziehen. Das ist reine Selbstdarstellung von sich überschätzenden Einzelpersonen, die in der Gruppe untertauchen."

Dabei hat der Aufsteiger eigentlich ganz andere Probleme. Düsseldorf steht nach der 0:3 (0:0)-Niederlage in Mönchengladbach punktgleich (5) und mit der gleich schlechten Tordifferenz (-18) mit Stuttgart auf dem letzten Tabellenplatz. Dabei konnte Fortuna im ersten Sonntagsspiel eine Halbzeit gut mithalten. Aber dann kam der Pfiff. Es war die 47. Minute, als Gladbachs Alassane Plea aus 16 Metern Torentfernung abzog und den angelehnten Arm von Düsseldorfer Abwehrchef Kaan Ayhan traf. Schiedsrichter Felix Brych zeigte auf den Punkt, der Video-Assistent verzichtete auf einen Einspruch.

"Das ist zum Kotzen"

"Für mich war es einfach kein Elfmeter. Ich weiß nicht, wo die Spieler die Hände hinstecken sollen. Davon sind wir das dritte Mal in dieser Saison betroffen. Es ist wohl so, dass bei uns immer gepfiffen wird und beim Gegner nicht. Dafür habe ich kein Verständnis", sagte Funkel stocksauer nach dem Abpfiff beim Fernsehsender Sky. "Das ist zum Kotzen. Das bringt uns um den Lohn", meinte Fortuna Düsseldorfs Linksverteidiger Niko Gießelmann.

Um den bringt sich der Aufsteiger letztlich aber nur selbst. Und zwar dadurch, dass er keine Tore erzielt. Minus 18 - so lautet die Tordifferenz aus den letzten sechs Bundesligaspielen, die allesamt verloren gingen. Zwei Tore selbst erzielt, 20 kassiert. So geht keine Rechnung auf, schon gar nicht in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse. "Wir müssen endlich mal wieder ein Tor erzielen, so ist es schwer, Spiele zu gewinnen", sagte der Fortuna-Coach.

Hazard mit Saisontor Nummer sechs und sieben

Bundesliga Borussia Mönchengladbach vs Fortuna Düsseldorf Elfmeter (Getty Images/Bongarts/M. Hitij)

Trifft vom Punkt und aus dem Spiel heraus: Hazard

So aber macht es halt der Gegner. Thorgan Hazard per Doppelpack (48., Handelfmeter/82.) und Jonas Hofmann (67.) sorgten nach der Auswärtspleite in Freiburg und dem Pokal-Aus für den achten Heimsieg in Folge. Die Belohnung: Platz zwei - hinter Borussia Dortmund und vor Bayern München. "Platz zwei ist schön anzuschauen, mehr aber auch nicht. Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Wir haben eine gute Reaktion auf die letzten beiden Spiele gezeigt", so Torwart Yann Sommer.

sw/tk (dpa, sid)

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