Dänisches Containerschiff durchfährt Nordostpassage | Aktuell Europa | DW | 17.09.2018
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Alternative zum Suezkanal

Dänisches Containerschiff durchfährt Nordostpassage

Erstmals ist ein großes Frachtschiff des Konzerns Maersk auf dem Weg von Ostasien nach Europa durch das Eismeer nördlich von Russland gefahren. Die "Venta Maersk" war in Wladiwostok gestartet.

The Venta Maersk im Hafen von Wladiwostok (Reuters/Y. Maltsev)

Im August war die "Venta Maersk" im Hafen von Wladiwostok gestartet

Das Eis der Arktis schwindet. Gebiete, die früher für die Schifffahrt unzugänglich waren, werden allmählich zu Seewegen, die das ganze Jahr über offen sind. Das macht den hohen Norden für Reedereien interessant.

Der dänische Schifffahrtskonzern Maersk schickte deshalb sein Containerschiff "Venta Maersk" versuchsweise durch den Arktischen Ozean. Statt der üblichen Route durch den Suezkanal fuhr es auf dem Weg vom russischen Wladiwostok nach Europa durch das nördliche Polarmeer entlang der Küste Russlands.

Alles planmäßig verlaufen

Wie der dänische Rundfunk berichtete, war das Schiff an diesem Montag bereits nördlich von Norwegen am Nordkap unterwegs. "Die Reise verlief ganz nach Plan und der Mannschaft geht es gut", teilte das Unternehmen dem Sender mit. Ziel ist St. Petersburg.

Die Nordostpassage durch das Beringmeer, vorbei am Nordpol und durch die Barentssee war bis vor kurzem nur mit Hilfe von Eisbrechern passierbar. Durch den Klimawandel wird sie aber immer einfacher zu durchfahren. Sie könnte die Reisezeit zwischen den Kontinenten um bis zu 40 Prozent verringern, was Reedereien enorme Treibstoff-Ersparnisse brächte.

Für Maersk ist die Fahrt nach eigenen Angaben allerdings nur ein Test und noch kein Startschuss für eine neue kommerzielle Route. Zuvor hatten bereits zwei Tanker und kleinere Frachter die Arktis-Route ausprobiert.

uh/sti (dpa, rtr)

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