Tote bei Busbrand in der Schweiz - Täter psychisch erkrankt
11. März 2026
Nach dem Brand eines Busses in der Schweiz mit sechs Toten gibt es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des mutmaßlichen Brandstifters. Wie die Staatsanwaltschaft im Kanton Freiburg mitteilte, wurde der Bus von einem "psychisch instabilen" Schweizer in Brand gesetzt, der sich in dem Fahrzeug selbst angezündet hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann unter den sechs Toten ist.
In einer ersten Stellungnahme der Behörden hieß es, es gebe keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund. Der Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, Martial Pugin, betonte aber, es handele sich vermutlich um eine vorsätzliche Tat.
Sechs Menschen kamen bei dem Brand in der Gemeinde Kerzers am Dienstagabend ums Leben, vier weitere und ein Sanitäter wurden verletzt. In sozialen Medien sind dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus zu sehen. Das Fahrzeug stand lichterloh in Flammen und brannte völlig aus.
Warten auf Zeugenaussagen
Der mutmaßliche Brandstifter sei mit Säcken in den Bus eingestiegen und habe sich nach Angaben von Zeugen eigenartig verhalten. Plötzlich habe sich der Mann mit einer entflammbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet, hieß es von der Staatsanwalt des Kantons Freiburg. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin äußerte sich zu dem Vorfall mit den Worten: "Es schockiert und betrübt mich, dass erneut Menschen bei einem schweren Brand in der Schweiz ihr Leben verloren haben." Im Januar waren bei einem verheerenden Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans Montana 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt.
haz/pgr (dpa, rtr)