Corona-Virus: Kreuzfahrtschiff legt nach Irrfahrt in Kambodscha an | Aktuell Asien | DW | 13.02.2020
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Corona-Virus

Corona-Virus: Kreuzfahrtschiff legt nach Irrfahrt in Kambodscha an

Es reichte schon, dass das Kreuzfahrtschiff aus Hongkong kam. Die "Westerdam" durfte tagelang nicht durch asiatische Gewässer fahren - geschweige denn anlegen. Jetzt scheint die Odyssee beendet.

Buchstäblich Land in Sicht für die "Westerdam": Aus Angst vor dem Corona-Virus durfte das aus Hongkong kommende Kreuzfahrtschiff an mehreren asiatischen Häfen nicht anlegen. Nun ist es in kambodschanische Gewässern und liegt 2,5 Kilometer vor dem Küstenort Sihanoukville, wie der dortige Hafendirektor bestätigte.

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Quarantäne auf der "Princess Diamond"

Auf dem Schiff sind 1500 Gäste und 800 Besatzungsmitglieder. Sie würden nun untersucht und auf Fieber geprüft. Wer Symptome des neuen Virus hat, werde auf Sars-CoV2 getestet. Laut Hafendirektion sollen erstmal 600 Menschen das Schiff verlassen, 800 weitere am Freitag. Unter den Passagieren sind nach Angaben der Reederei Holland America Line 57 Deutsche.

WHO-Chef: Ein Akt der Solidarität

Nach den Tests würden die Gäste in die Hauptstadt Phnom Penh gebracht, um von dort die Heimreise anzutreten. Man sei den Behörden "extrem dankbar" für ihre Unterstützung, hieß es von der Reederei weiter. Zuletzt hatten Thailand, Taiwan, Japan, die Philippinen und Guam der "Westerdam" das Einlaufen in ihre Häfen verweigert. Dabei sind bislang keine Virus-Fälle an Bord bekannt. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, bedankte sich bei Kambodscha und Premier Hun Sen, dass die "Westerdam" dort einlaufen durfte.

Das Schiff war am 1. Februar in Hongkong gestartet und sollte seine Reise ursprünglich am 15. Februar im japanischen Yokohama beenden. Im Hafen dieser Stadt liegt derzeit ein anderes Kreuzfahrschiff, die "Diamond Princess" - unter Quarantäne. Die rund 3600 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen nach derzeitigem Stand mindestens noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben, 175 von ihnen sind positiv getestet worden.

fab/se (dpa, rtre, ape)

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