Corona-Patienten sterben bei Großbrand | Aktuell Europa | DW | 14.11.2020
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Rumänien

Corona-Patienten sterben bei Großbrand

Bei einem Feuer auf der Intensivstation eines Krankenhauses im Norden Rumäniens sind mindestens zehn Menschen gestorben, die schwer an COVID-19 erkrankt waren. Die Brandursache ist unklar.

Nach Angaben der Feuerwehr brach der inzwischen gelöschte Großbrand gegen 19.00 Uhr Ortszeit aus noch völlig ungeklärten Gründen auf der Intensivstation der Klinik in der Stadt Piatra Neamt aus.

Insgesamt 16 Corona-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen wurden auf der Station behandelt. Zehn der an Beatmungsgeräte angeschlossenen COVID-19-Patienten kamen in der lichterloh brennenden Intensivstation ums Leben; mindestens sieben weitere Personen, darunter auch ein Arzt, der seine Patienten aus den Flammen retten wollte, und eine Krankenschwester erlitten Verbrennungen von 40 bis 80 Prozent der Körperoberfläche. Die Geretteten befinden sich nach Krankenhausangaben in einem kritischen Zustand.

Die Feuerwehr vermutet, dass medizinische Geräte und Sauerstoffflaschen die Flammen wohl noch mehr entfacht haben dürften. Die Intensivstation brannte vollständig aus.

Rumänien Krankenhausbrand

Großeinsatz der Feuerwehr am Krankenhaus in Piatra Neamt

Der rumänische Gesundheitsminister Nelu Tataru reiste noch am Abend zum Ort der Katastrophe. Die Generalstaatsanwaltschaft des Landes nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.

Rumänien hatte die erste Corona-Welle vergleichsweise glimpflich überstanden. In den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Neuinfektionen und der COVID-19-Patienten in den Krankenhäusern aber stetig an. Am Samstag meldeten die rumänischen Behörden 129 neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden. Insgesamt starben bislang mehr als 8800 Infizierte in Rumänien, das zu den ärmsten Staaten der EU zählt. Das marode Gesundheitssystem des Landes könnte bei einem weiteren Anstieg der Corona-Zahlen schnell an seine Grenzen stoßen.

qu/ml (ap, dpa, afp, rtr)

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