Corona-Live-Ticker vom 27. März: Milliarden-Hilfspaket tritt in Deutschland in Kraft | Aktuell Welt | DW | 27.03.2020
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Corona-Live-Ticker

Corona-Live-Ticker vom 27. März: Milliarden-Hilfspaket tritt in Deutschland in Kraft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für milliardenschwere Maßnahmen zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie in Deutschland. Mehr im DW-Live-Blog.

Berlin | Corona-Krise: Bundespräsident Steinmeier unterzeichnet Gesetzespaket (picture-alliance/dpa/Bundespresseamt/J. Denzel)

Mit der Unterschrift des Bundespräsidenten kann das Gesetzespaket in Kraft treten

Das Wichtigste in Kürze:

-  Bundespräsident Steinmeier unterzeichnet das Gesetzespaket zur Corona-Krise

-  Fast tausend Tote in Italien binnen 24 Stunden

-  Der britische Premier Johnson ist mit dem Coronavirus infiziert

-  Der Bundesrat hat ein Milliarden-Hilfspaket gegen die Pandemie-Folgen verabschiedet

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeiten in MEZ:

 

22.30 Uhr Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert

 

21.13 Uhr - In den Krankenhäusern in Frankreich sind innerhalb von 24 Stunden 299 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sei die Zahl der Todesfälle insgesamt auf 1995 gestiegen, teilte der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mit. Am Donnerstag hatte die Zahl der neuen Todesfälle noch bei 365 gelegen, sie ging am Freitag also zurück. Allerdings sind in der Statistik nur Menschen erfasst, die in Krankenhäusern starben. Todesfälle im eigenen Heim oder in Alters- und Pflegeeinrichtungen werden bisher in Frankreich nicht erfasst. Salomon kündigte aber an, dass dies ab Montag geschehen soll.

21.02 Uhr - Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Milliardenhilfen für von der Corona-Krise betroffene kleine und mittelständische Unternehmen angekündigt. Seine Regierung werde umgerechnet sieben Milliarden Euro für solche Betriebe zur Verfügung stellen, sagte Bolsonaro. "Unser Anliegen ist es, Arbeitsplätze zu erhalten", so der Präsident. Im Gegenzug sollen sich die Betriebe verpflichten, in dieser Zeit keine Mitarbeiter zu entlassen. Nach Regierungsangaben soll das Hilfsprogramm rund 1,4 Millionen Unternehmen und 12,2 Millionen Beschäftigten durch die Krise helfen.

20.45 Uhr - In den kommenden Tagen sollen 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach Nordrhein-Westfalen gebracht werden. Mehrere Kliniken nehmen insgesamt zehn Patienten aus Italien und vier aus Frankreich auf, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die Infizierten aus Italien würden von der Luftwaffe in das Bundesland geflogen. Ministerpräsident Armin Laschet sagte: "Gerade unsere Freunde in Italien brauchen in diesen Tagen unsere Solidarität. Mit der Aufnahme der Patienten wollen wir signalisieren: Ihr seid nicht allein." 

20.35 Uhr - Italiens Präsident Sergio Mattarella ruft die Europäer zu neuen Initiativen gegen die Bedrohung durch das Coronavirus auf. Die Europäische Union müsse reagieren, bevor es zu spät sei, sagt der Präsident in einer seiner seltenen Fernsehansprachen an die Bevölkerung. Neue Initiativen seien unerlässlich. Alte Wege des Denkens, die angesichts des dramatischen Zustands des Kontinents den Bezug zur Realität verloren hätten, müssten überwunden werden. "Ich hoffe, dass jeder die Schwere der Bedrohung Europas vollkommen begreift, bevor es zu spät ist."

Regierungskrise in Italien Präsident Sergio Mattarella (picture-alliance/dpa/AP/A. Tarantino)

Dringender Appell: Italiens Präsident Sergio Mattarella

20.23 Uhr - In Irland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle auf 2121 gestiegen. Einen Tag zuvor seien es noch 1819 gewesen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Drei weitere Menschen seien der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, insgesamt gebe es jetzt 22 Virus-Tote.

20.11 Uhr - Die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Belgien gilt noch mindestens bis nach den Osterferien. "Die Maßnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert", sagte Regierungschefin Sophie Wilmès in Brüssel. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens sei derzeit die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Zudem sollen die Regeln strenger durchgesetzt und Verstöße härter geahndet werden. Seit Mittwoch dürfen die Menschen in Belgien nur in Ausnahmefällen, etwa für Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe, ihre Häuser verlassen und müssen dabei Mindestabstand halten.

19.54 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Schwerpunkt des Gesprächs sei der Austausch zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gewesen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Beide hätten vereinbart, hierzu im engen Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. 

19.18 Uhr - Der von der Corona-Krise schwer getroffene Reisekonzern TUI erhält einen Überbrückungskredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Die Bundesregierung habe zugestimmt, teilte das Unternehmen in Hannover mit. Allerdings müssten noch die Banken des Reiseanbieters dem KfW-Überbrückungskredit zustimmen. Mit den Mitteln der staatlichen Förderbank soll die bereits bestehende Kreditlinie von TUI bei ihren Banken in Höhe von 1,75 Milliarden Euro aufgestockt werden. Zu einer der Bedingungen des Überbrückungskredites gehört, dass der Konzern während der Laufzeit des Kredits auf Dividendenzahlungen verzichtet. Damit würde TUI über Finanzmittel und Kreditlinien in Höhe von insgesamt 3,1 Milliarden Euro verfügen.

TUI Logo (picture-alliance/dpa)

TUI darf sich über eine große Kreditzusage freuen

18.59 Uhr - In einer beispiellosen Geste hat Papst Franziskus für ein Ende der Corona-Pandemie gebetet und den Sondersegen "Urbi et Orbi" gespendet. Bei der Feier auf den Stufen des Petersdoms in Rom rief er die Gläubigen zu mehr Zusammenhalt in der Krise auf. Alle säßen im selben Boot, seien schwach, aber zugleich wichtig, da alle aufgerufen seien, gemeinsam zu rudern, sagte der Pontifex vor dem menschenleeren Petersplatz. Der Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) ist der wichtigste der katholischen Kirche und wird eigentlich nur zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen. Damit ist eine Generalabsolution, also der Straferlass bei Sünden, verbunden.

18.48 Uhr - Das US-Repräsentantenhaus hat am Freitag das Hilfspaket gegen die Corona-Krise im Umfang von 2,2 Billionen Dollar gebilligt. Damit es in Kraft tritt, muss es von Präsident Donald Trump unterschrieben werden. Angesichts der Verschärfung der Lage in den USA hat die Oppositionsführerin und Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, bereits vor dem Votum erklärt, zur Bekämpfung des Virus werde noch mehr Geld nötig sein. Die USA haben bei der Anzahl der Infektionen mittlerweile China überholt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat gewarnt, die USA könnten das globale Zentrum der Pandemie werden.

18.32 Uhr - Das ärmste EU-Land Bulgarien will nun Massentests auf das neuartige Coronavirus vornehmen. Es sollen mehr als drei Millionen Tests auf Sars-CoV-2 gekauft werden. Das kündigten Regierungschef Boiko Borissow und Krisenstabschef Wenzislaw Mutaftschijski in Sofia an. Mit der neuen Strategie macht Bulgarien eine Abkehr von der bisherigen Linie ohne Massen- sowie Schnelltests. Die Massentests sollen bei den Zielgruppen im April oder Mai beginnen. Bei einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen gab es in dem Balkanland bis Freitagnachmittag 293 nachgewiesene Coronavirus-Fälle - drei Todesopfer inbegriffen.

17.59 Uhr - Italien meldet einen erneuten Anstieg der Corona-Todesfälle. Es wurden fast 1000 weitere Tote gemeldet und damit so viele, wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9134, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Nach den USA ist Italien - trotz seiner sehr viel kleineren Bevölkerung - das zweite Land, das mehr COVID-19-Fälle verzeichnet als China, wo die Pandemie ihren Ausgang nahm.

17.54 Uhr - Nach neuesten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit mehr als eine halbe Million Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Demnach sind inzwischen mehr als 20.000 COVID-19-Patienten seit Beginn der Ausbreitung Ende vergangenen Jahres gestorben. "Dies sind tragische Zahlen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Es sollte aber auch bedacht werden, dass es mittlerweile weltweit Hunderttausende gebe, die ihre Erkrankung überstanden haben.

17.37 Uhr - In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen um gut zwei Wochen verlängert worden. Die Bürger müssen mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben, kündigte Premier Édouard Philippe an - nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron. "Dieser Zeitraum kann verlängert werden, wenn die Situation dies erfordert", sagte Philippe. "Wir stehen noch am Anfang der epidemischen Welle." Seit anderthalb Wochen gelten in Frankreich strenge Regeln, die Menschen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es notwendig ist.

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