″Veränderter Krieg″ gegen Delta | Aktuell Amerika | DW | 30.07.2021
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Pandemie

"Veränderter Krieg" gegen Delta

Eine neue US-Studie zeigt: Die Delta-Variante des Coronavirus kann den Impfschutz wohl deutlich leichter durchbrechen als andere. Der Gesundheitsbehörde CDC bereitet das Sorgen.

Corona-Impfung in den USA

Empfänglich für Delta - trotz Impfung?

Nach einem Corona-Ausbruch rund um Großevents im US-Bundesstaat Massachusetts steht fest: Fast drei Viertel der Infizierten waren komplett geimpft.

Insgesamt wurden nach den Veranstaltungen in Barnstable 469 Corona-Fälle verzeichnet, von denen 74 Prozent der betroffenen Personen eine abgeschlossene Impfung hatten. Bei 133 genauer untersuchten Proben sei in 90 Prozent der Fälle Delta gefunden worden, so eine Studie.

Wie Windpocken?

Die Virusmenge bei Delta-Infizierten sei deutlich höher und eine Ansteckung könne leichter weitergegeben werden, heißt es in einer internen Präsentation der US-Gesundheitsbehörde CDC, die von der Zeitung "Washington Post" veröffentlicht wurde. Es müsse "anerkannt werden, dass sich der Krieg verändert hat", steht auf einer der Folien. Delta sei so ansteckend wie Windpocken, glaubt die Behörde. Windpocken können über mehrere Meter hinweg über die Luft übertragen werden.

CDC-Chefin Rochelle Walensky nannte die Studie aus Massachusetts besorgniserregend. Zuletzt hatte ihre Behörde die Richtlinien angesichts der starken Delta-Ausbreitung angepasst und auch für Geimpfte in vielen geschlossenen Räumen wieder das Maskentragen empfohlen

USA CDC-Chefin Rochelle Walensky

Für die Pandemiebekämpfung zuständig: CDC-Direktorin Rochelle Walensky

Die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen COVID-19 wurde von der Walenskys Behörde ausdrücklich nicht in Frage gestellt: Die Vakzine schützen laut CDC auch bei Delta weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren Verläufen oder dem Tod.

Die hochansteckende Virusvariante hat in den Vereinigten Staaten nach älteren Angaben schon gut 80 Prozent Anteil an allen Infektionen - diese Zahl dürfte mittlerweile aber deutlich höher liegen, zumal die Impfkampagne in den USA auf der Stelle tritt.

wa/haz (rtr, dpa)

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