Chinas "Silberner Drache"
Ein besonderes Naturschauspiel zeigt sich jedes Jahr im chinesischen Hangzhou: Der "Silberne Drache", die größte Gezeitenwelle der Welt, wandert den Qiantang-Fluss hinauf und zieht tausende Schaulustige an.

Der Drache kommt
Jedes Jahr im Herbst bei Vollmond kommt der "Silberne Drache". Erst sieht man einen Streifen am Horizont, der immer größer wird. Dann hört man das anschwellende Dröhnen. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Kilometern in der Stunde wandert die größte Gezeitenwelle der Welt den Qiantang-Fluss bei Hangzhou in Südchina hinauf.
Zehntausende Schaulustige
Der Stand des Mondes, der Wind und die Wassertemperatur haben Einfluss auf die Höhe der Flutwelle. Sie kann bis zu neun Meter hoch werden. Das Naturschauspiel zieht jedes Jahr Zehntausende Menschen an.
(Un)freiwillige Dusche
Und die müssen sich auf etwas gefasst machen. Die Riesenwelle schwappt immer wieder über das Ufer. Das gibt nicht nur nasse Füße. Wer Klamotten zum Wechseln dabei hat, ist klar im Vorteil.
Nasser Parkplatz
Die Kleidung trocknet wieder. Schlimmer ist es, wenn die Welle den Motorroller trifft. Die Besitzer dieser Exemplare überlegen in Zukunft sicher ganz genau, wo sie parken.
Gefährlicher Drache
Für so manchen bleibt das Spektakel in noch unangenehmerer Erinnerung. In den vergangenen Jahren - wie hier im Jahr 2013 - wurden immer wieder Menschen verletzt. Denn die Wucht der Wellen ist unberechenbar und überrascht die Schaulustigen.
Besonders starke Welle
Dieser Polizist kann sich so gerade an einem Geländer festhalten. In diesem Jahr war der "Silberne Drache" besonders hoch. Grund ist der Taifun "Dujuan", der in den letzten Tagen über Südchina und Taiwan hinwegzog.
Seltenes Naturschauspiel
Gezeitenwellen kommen an jeder Flussmündung vor. Doch ihre extreme Form - auch Bore genannt - kann man nur an wenigen Orten der Welt beobachten. Der Qiantang-Fluss bietet beste Voraussetzungen: Hier ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut besonders hoch und das Flussbett relativ flach.