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Chinas Notenbank senkt Zinsen

25. August 2015

Nach dem Börsenchaos in China versucht die Notenbank nun, die Wogen etwas zu glätten. Sie senkte die Zinsen und den Mindestreservesatz, um mehr Geld in die Märkte zu pumpen.

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China wertet Yuan erneut ab
Bild: Reuters/J. Lee

Chinas Notenbank stemmt sich gegen die Abkühlung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Zur Ankurbelung der Konjunktur senkten die Währungshüter in Peking am Dienstag den Zinssatz für einjährige Kredite zum 26. August um 25 Punkte auf 4,6 Prozent. Die Rate für Einlagen mit einjähriger Laufzeit fällt demnach um 25 Punkte auf 1,75 Prozent.

Der Mindestreservesatz für die meisten Großbanken geht zum 6. September um 50 Punkte auf 18 Prozent zurück. Das bedeutet, dass die Banken für ausgereichte Kredite nicht mehr 23, sondern nur noch 18 Prozent als sicherheit behalten müssen. Damit wird automatisch mehr Liquidität für weitere Kredite frei.

Die Zentralbank begründete ihre Maßnahmen mit den jüngsten Schwankungen am Finanzmarkt, die eine höhere Flexibilität der Geldpolitik erforderten. Zudem halte der Abwärtsdruck auf die chinesische Wirtschaft an.

Bereits am Wochenende hatte die Regierung mit einigen Maßnahmen versucht, den Abwärtstrend an den chinesischen Börsen zu stoppen oder abzumildern. So dürfen neuerdings auch Pensionsfonds in Aktien investieren, wovon man sich offenbar eine Stützung der Kurse erwartet hatte.

Dies hatten die chinesischen Investoren jedoch weitgehend ignoriert. Dem Einbruch der chinesischen Börsen am Montag von acht Prozent war am Dienstag ein Minus von sieben Prozent gefolgt. Zuvor hatte die Notenbank die weltweiten Finanzmärkte mit einer Abwertung der Landeswährung Yuan in Aufruhr versetzt.

wen/uh (rtr, dpa)