Chinas Gier nach deutschen Firmen | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 22.01.2018
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Nahaufnahme

Chinas Gier nach deutschen Firmen

Chinas Wirtschaft ist hungrig: Wie nie zuvor umwerben asiatische Investoren deutsche Firmen. Im Fokus: Know how und Technologie "Made in Germany". Doch welche Strategien verfolgt Peking und was bedeuten sie für die deutschen Unternehmen?

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Immer häufiger werden deutsche Unternehmen von chinesischen Investoren umworben und übernommen. Allein 2016 flossen für Übernahmen und Firmenbeteiligungen mehr als zehn Milliarden Euro von China nach Deutschland. Dabei geht es den Investoren aus Fernost vor allem um den Zugang zum deutschen Markt, um deutsche Technik und Know-how. Ein aktuelles Beispiel: die Übernahme der Firma Romaco, einem Anbieter von Verpackungs- und Prozesstechnologie, durch die chinesische Truking Group. "Wir vertrauen darauf, unsere 'großen' Konkurrenten einzuholen und eines Tages zu überholen", verkündete ein sichtlich stolzer Truking-Chairman der Karlsruher Belegschaft. Die Dokumentation zeigt, wie konsequent die Investitions-Offensive aus Fernost umgesetzt wird und welche Rolle dabei der Masterplan 2025 spielt. Denn während viele Unternehmer die chinesische Shopping-Tour durchaus positiv bewerten, weil frisches Kapital in die Firma kommt und Perspektiven geschaffen werden, warnt Jost Wübbeke vom Mercator-Institut für China-Studien: "Es gibt einen zunehmenden Teil von Investitionen, die durch staatliche Akteure vorangetrieben werden. Dahinter stehen große industriepolitische Strategien, und deren Ziel ist es, ausländische Produkte durch chinesische Produkte zu ersetzen." Fest steht: Die großen Unterschiede zwischen den Wirtschafts- und Rechtssystemen stellen deutsche Unternehmer und die deutsche Politik vor große Herausforderungen. Sind Wirtschaft und Politik vorbereitet auf den "hungrigen Drachen" China?