China und Nordkorea wollen Freundschaft ausbauen | Aktuell Asien | DW | 03.04.2018
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Diplomatie

China und Nordkorea wollen Freundschaft ausbauen

Im diplomatischen Tauziehen um das nordkoreanische Atomprogramm will sich Pekings Regierung eng mit dem Nachbarland abstimmen. Die Außenminister beider Länder beschlossen noch weitere Schritte.

China Außenminister Wang Yi & Ri Yong Ho, Außenminister Nordkorea in Peking (picture-alliance/Xinhua News Agency/Y. Yan)

Chinas Außenminister Wang (r.) und sein nordkoreanischer Kollege Ri sehen die Beziehungen beider Länder auf gutem Weg

Es sei "sehr wichtig", die "traditionelle Freundschaft" beider Länder in der aktuellen Situation aufrechtzuerhalten und noch weiter zu entwickeln, erklärte Chinas Außenminister Wang Yi im Gespräch mit seinem nordkoreanischen Kollegen Ri Yong Ho in Peking. China begrüße "das Engagement Nordkoreas für die Entnuklearisierung der Halbinsel".

Der Gast aus Pjöngjong versicherte nach Angaben des chinesischen Außenministeriums, der Norden werde die "enge und strategische Kommunikation mit China in Bezug auf die koreanische Halbinsel" beibehalten. Vor dem Treffen mit Ri hatte Wang vor "allerlei Störungen" im koreanischen Friedensprozess gewarnt.

Der Besuch des Außenministers erfolgte eine Woche nach der Reise von Staatsoberhaupt Kim Jong Un nach Peking. China ist der einzige gewichtige Verbündete und Handelspartner Nordkoreas. Allerdings hatte sich die Führung in Peking zuletzt hinter die UN-Sanktionen zur Eindämmung des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms gestellt.

Beide Außenminister äußerten sich nun positiv über die Gespräche zwischen Machthaber Kim und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Es habe "wichtige Übereinstimmung" gegeben, auch bei dem Thema, nach einer friedlichen Lösung des Atomkonflikts zu suchen, sagte Wang.

Peking will nordkoreanische Gipfeltreffen aktiv unterstützen

Kim Jong Un plant am 27. April im Grenzort Panmunjom ein historisches Gipfeltreffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Voraussichtlich im Mai soll eine Begegnung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Staatsoberhaupt stattfinden. Der chinesische Außenminister bekräftigte die Unterstützung Pekings für die angestrebten Gipfeltreffen.

Gipfeltreffen Süd- und Nordkorea in Panmunjom (Reuters/Yonhap)

Ende März trafen sich Südkoreas Wiedervereinigungsminister Cho Myoung-gyon (l.) und sein nordkoreanischer Kollege Ri Son Gwon im Grenzort Panmunjom, um den Gipfel vorzubereiten

Nordkoreas Außenminister machte auf dem Weg zum Gipfel der Bewegung der Blockfreien Staaten im aserbaidschanischen Baku Zwischenstation in Peking. Ri fliegt auch nach Moskau, um sich mit der russischen Regierung abzustimmen, wie Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap meldet. Ri ist der ranghöchste nordkoreanische Regierungsvertreter seit Jahren, der dem Kreml einen Besuch abstatten wird.

se/sam (afp, dpa)