China möchte Freihandelszone mit Mercosur | Wirtschaft | DW | 26.06.2012
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Wirtschaft

China möchte Freihandelszone mit Mercosur

Peking bleibt geschäftstüchtig: Ministerpräsident Wen hat bei einem Aufenthalt in Argentinien eine Freihandelszone mit der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur vorgeschlagen. Was sagt die Mercosur dazu?

Chinas Premier Wen (links) und die argentinische Präsidentin Fernandez de Kirchner (rechts) bei einem Treffen in Buenos Aires (Foto: Reuters)

Wen Jiabao Premierminister China und Cristina Fernandez de Kirchner Präsidentin Argentinien

Die Machbarkeit eines solchen Vorhabens solle gemeinsam geprüft werden, sagte Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao bei einem Besuch in Buenos Aires. Er machte den Vorschlag an der Seite der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner bei einer Videokonferenz mit Uruguays Staatschef José Mujica und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff.

"China ist bereit, einen Dialog auf Ebene der Außenminister im Rahmen des Mercosur aufzunehmen", sagte Wen (im Foto oben links). China sei mittlerweile der zweitwichtigste Markt für Exporte aus den vier Staaten der Gemeinschaft - Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Wen möchte das Handelsvolumen bis 2016 verdoppeln. Die Volksrepublik hatte 2011 Waren im Wert von 51,03 Milliarden Dollar (40,80 Milliarden Euro) eingeführt. Umgekehrt exportierte China in die vier Länder Güter im Wert von 48,45 Milliarden Dollar.

China und Argentinien beschwören strategische Partnerschaft

Beim Besuch Wens haben Argentinien und China die strategische Partnerschaft beider Staaten betont. "China und Argentinien sehen sich vielen ähnlichen Herausforderungen gegenüber", sagte Wen bei einem Treffen mit Präsidentin Fernández (im Foto oben rechts). "Bei allen schweren Problemen bietet die internationale Finanzkrise aber auch neue Möglichkeiten zur Kooperation."

China ist mit einem Handelsvolumen von rund 15 Milliarden Dollar (11,9 Milliarden Euro) der zweitgrößte Wirtschaftspartner Argentiniens. Peking ist zudem der größte Käufer von argentinischen Rohstoffen. China hat zudem in jüngster Zeit in erheblichem Umfang in die Energie- und Agrarbranche Argentiniens investiert. Argentinien sieht in China zugleich einen möglichen Partner im Erdölgeschäft, nachdem die Regierung kürzlich den Anteil des spanischen Unternehmens Repsol am argentinischen Ölkonzern YPF verstaatlicht hatte.

Die argentinische Staatschefin dankte Wen für die Unterstützung seitens Chinas in der Auseinandersetzung um die Falklandinseln. Wen befindet sich derzeit auf einer Reise durch Lateinamerika. Sie führte ihn nach Brasilien, Uruguay und Argentinien und soll an diesem Dienstag in Chile enden.

kle/hp (afp, rtre, ape)