Casey Affleck sagt Oscar-Laudatio ab | Filme | DW | 26.01.2018
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Filme

Casey Affleck sagt Oscar-Laudatio ab

Vor einem Jahr wurde er selbst ausgezeichnet. Diesmal will US-Schauspieler Casey Affleck der Oscar-Verleihung in Los Angeles fernbleiben. Er soll zwei frühere Arbeitskolleginnen sexuell belästigt haben.

Damit wird der Schauspieler nicht am 4. März auf der Bühne stehen und die begehrten Film-Trophäen an die diesjährige Gewinnerin aushändigen. Einen Grund für die Absage nannte er nicht. "Wir begrüßen Afflecks Entscheidung", ließ die Oscar-Akademie wissen. So könne man sich ganz auf die Show konzentrieren.

Affleck war 2017 als bester Hauptdarsteller für das Drama "Manchester by the Sea" ausgezeichnet worden. Traditionell kehrt der Preisträger im folgenden Jahr auf die Bühne zurück, um die Laudatio auf die beste Schauspielerin zu halten.

USA Film Manchester by the Sea (picture-allaince/AP Photo/Roadside Attractions and Amazon Studios/C. Folger)

2017 ausgezeichnet als bester Hauptdarsteller: Casey Affleck in "Manchester by the Sea"

Teil der #MeToo-Debatte

Der Fall Affleck reiht sich ein in die Debatte um den Machtmissbrauch mächtiger Männer in der US-Filmindustrie. Der 42-Jährige war im Jahr 2010 von der Produzentin Amanda White und der Kamerafrau Magdalena Gorka wegen wiederholter sexueller Belästigung verklagt worden. Affleck, Bruder von Hollywood-Star Ben Affleck, hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Sie machten im vergangenen Jahr Schlagzeilen, kurz bevor der Affleck den Oscar für seine Rolle in "Manchester by the Sea" erhielt.

Einige Monate später begann die Affäre um Belästigungs- und Vergewaltigungsvorwürfe gegen den US-Produzenten Harvey Weinstein, die die breite #MeToo-Debatte ins Rollen brachte. Unter dem Twitter-Hashtag haben sich weltweit Menschen mit den Opfern von sexuellen Übergriffen solidarisiert.

sd/ka (afp/dpa)

 

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