BVB vor Duell mit unbeliebtem Gegner | Fußball | DW | 07.03.2018
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Europa League

BVB vor Duell mit unbeliebtem Gegner

Borussia Dortmund und RB Leipzig starten am Donnerstag gegen Salzburg und St. Petersburg ins Achtelfinale der Europa League. Bei beiden Paarungen stehen vor den Hinspielen auch nicht-sportliche Themen im Vordergrund.

Borussia Dortmund geht als klarer Favorit in das Duell mit dem RB Salzburg, aber Peter Stöger schätzt den österreichischen Meister dennoch als gefährlich ein. "Ich sehe sie in einer gefährlichen Außenseiterrolle", sagte der Dortmunder Coach vor dem Achtelfinal-Hinspiel am Donnerstag (Anstoß 19 Uhr MEZ, ab 18:45 Uhr im DW-Liveticker). Stöger betonte am Mittwoch aber auch: "Wir sind weit davon entfernt, dass wir uns aus der Favoritenrolle rausstehlen." Die Auseinandersetzung mit dem Tabellenführer der österreichischen Bundesliga werde eine "spannende und schwierige Aufgabe". BVB-Kapitän Marcel Schmelzer erwartet Ähnliches. Die Mannschaft habe Respekt vor Salzburg. "Für uns schärft das die Sinne", sagte der Linksverteidiger auf der Pressekonferenz vor dem Achtelfinal-Auftakt.

Abschied für Marc Bartra

Bevor die Partie vor wohl etwa 60.000 Zuschauern im Dortmunder Stadion angepfiffen wird, wird es einen ganz besonders emotionalen Moment für das Schwarz-Gelbe Publikum und Ex-BVB-Spieler Marc Bartra geben.

Bildergalerie Deutschland 2017 (Imago/S. Simon)

Zwei Jahre lang spielte Marc Bartra für die Schwarz-Gelben und wurde schnell zum Publikumsliebling

Der Spanier, der beim Sprengstoff-Anschlag auf den vollbesetzten BVB-Bus im April 2017 als einziger Spieler schwerer verletzt worden war und in der Winterpause zu Real Betis gewechselt war, wird vom BVB offiziell verabschiedet. "Ich freue mich wirklich riesig über die Möglichkeit, so kurz nach meinem Wechsel noch einmal ein Heimspiel meiner alten Kameraden besuchen und mich auch von den fantastischen Fans von Borussia Dortmund verabschieden zu können", sagte Bartra. "Gemeinsam haben wir viel erlebt und vieles durchstanden, deshalb wird das noch einmal ein sehr emotionaler Moment, auf den ich mich sehr freue." 

"Echte Liebe" in Rot-Weiß

Knapp zwei Wochen nach dem Montagsspiel vor einer Negativrekordkulisse gegen den FC Augsburg darf beim Spiel gegen Salzburg wohl wieder mit vollerem Hause gerechnet werden. Rund 2.000 Anhänger werden aus Salzburg mit nach Dortmund reisen - mehr als je zuvor bei einem Auswärtsspiel des Klubs in der seit 2005 währenden "Ära Red Bull". Etwa 1.000 von ihnen werden mit einem eigens gechartertem Sonderzug anreisen, der laut Mitteilung des Klubs binnen weniger Stunden ausverkauft war. 

Ein Andenken, dass die Fans in Dortmund nicht kaufen können, ist der sonst bei Europapokal-Spielen obligatorische Spiel-Schal, der zur Hälfte Farben und Schriftzug des einen und zur anderen Hälfte den des anderen Klubs trägt. "Wir bringen grundsätzlich keine Schals in den Verkauf, auf denen ein werbliches Logo gemeinsam mit unserem zu sehen ist", sagte BVB-Marketingdirektor Carsten Cramer. Salzburg reagierte darauf mit einer eigenen Edition: Auf beiden Schal-Enden ist das RB-Logo zu sehen. "Echte Liebe", steht darauf spöttisch, "ist rot-weiß". 

Zenit mit Respekt vor Leipzig 

RB-Leipzig-Spieler Jean-Kevin Augustin gestikuliert (Reuters/A. Schmidt)

Meistert RB auch die schwere Aufgabe Zenit?

Beim anderen Red-Bull-Klub In Leipzig, der Zenit St. Petersburg empfängt (Anstoß 21:05 Uhr MEZ), sind bis Mittwochmittag nur 18.000 Karten verkauft worden. Auch auf dem Rasen wird es wohl kein Spektakel geben, RB-Trainer Ralph Hasenhüttl will auf Vollgasfußball verzichten. "Am Donnerstag wird es vor allem darum gehen, defensiv so kompakt zu stehen, dass wir keinen Gegentreffer kassieren", sagte der Österreicher. Man müsse "ein gutes Ergebnis erzielen", so der Coach, um "auswärts den Einzug in die nächste Runde" klarmachen zu können.

Die Leipziger haben großen Respekt vor ihrem Gegner: "Das ist ein sehr großer Verein aus Russland, eine sehr gute Mannschaft. Die spielen seit Jahren international", sagte RB-Torhüter Peter Gulacsi. Doch auch Zenit zollt dem Bundesligisten vor dem Duell Anerkennung. "Es ist eine junge Mannschaft mit großem Potenzial", sagte Anatoli Timoschtschuk, ehemaliger Bayern-Profi und Co-Trainer von Zenit. "Sie spielt gut und druckvoll nach vorne, ist sehr laufstark und aggressiv." Attribute, die auch auf sein eigenes Team zutreffen.

dvo/asz (dpa, sid)

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