Bundestrainer Löw glaubt an Neuer - und an Müller | Sport | DW | 24.05.2018
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FIFA WM 2018

Bundestrainer Löw glaubt an Neuer - und an Müller

Willkommen in Südtirol. Die Nationalelf, nun im dortigen Trainingslager, wird in den nächsten Wochen die Nachrichtenlage bestimmen. Ihr Coach macht da schon mal den Anfang.

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Löw: "Keinerlei Probleme" bei Neuer

Falls Torwart Manuel Neuer nicht mit zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland fährt, könnte ihn Thomas Müller als Nationalmannschafts-Kapitän ersetzen. Bundestrainer Joachim Löw sagte im Interview der "Bild"-Zeitung: "Thomas kann diese Aufgabe hervorragend ausfüllen, weil er ein Spieler ist, der zu allen in der Mannschaft ein sehr gutes Verhältnis hat. Er verliert bei aller Ernsthaftigkeit nie den Spaß." Als weiteren Kandidaten für das Amt des Spielführers nannte Löw Mittelfeldspieler Sami Khedira.

Er geht mit oder nicht

Doch es wäre voreilig, diese Äußerungen als Vorentscheidungen gegen den Torhüter zu lesen, der seit seinem Mittelfußbruch im September kein Pflichtspiel mehr bestritten hat. Denn Löw ist ja auf seine Art eine treue Seele. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt, wie der Bundestrainer in dem Interview klar machte: "Ich bin optimistisch und gehe davon aus, dass Manuel Neuer es schaffen kann." Rückschläge dürfe es in der Vorbereitung aber nicht mehr geben. Mit Blick auf die endgültige Kadernominierung heiße das: "Manuel geht mit als hundertprozentig einsatzfähiger Spieler oder nicht".

Am Mittag gab Löw im Südtiroler Trainingslager eine erste Pressekonferenz. Er würdigte Neuers Trainingsleistung, gab sich gelassen angesichts des allgemeinen Erwartungsdrucks und betonte auf eine entsprechende Frage: "Eine neue Gier, einen neuen Enthusiasmus muss ich nicht ins Leben rufen. Die Gier und der Ehrgeiz sind ungebrochen." Zur Personalie Jerome Boateng, der nach einer Adduktorenverletzung noch in München an seiner Fitness arbeitet, sagte Löw:  "Es ist noch nicht ganz hundertprozentig klar, ob er morgen anreisen kann. Es folgt erst noch die Abschlussuntersuchung in München, danach werden wir entscheiden."

Trainingslager Nationalmannschaft in Südtirol (picture-alliance/Keystone)

Die Nationalspieler bei ihrem ersten Training in Eppach

Einer, der diesmal auf keinen Fall dabei sein wird, konnte sich dennoch schon bei der Lektüre der "Bild" ein wenig freuen: Mario Götze. Löw machte dem Dortmunder Profi Hoffnungen auf eine mögliche Rückkehr in den Kreis der Nationalelf-Kicker. Allerdings natürlich erst nach der WM. "Wenn er eine gute Saison spielt, steht die Tür der Nationalmannschaft für ihn immer offen", sagte der Bundestrainer. Das liegt sicher auch an der vergleichsweise zurückhaltenden Art, mit der Götze auf die Nichtnominierung reagiert hatte. Löw beschrieb das so: "Mario ist selbstkritisch und weiß, dass er in dieser Saison nicht die Leistung abrufen konnte, die er sich auch selbst gewünscht hat. Er hat die Gabe der guten Selbstreflexion."

ml/dvo (dpa, SID)

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