Bundespolizisten nach Hitlergruß suspendiert | Aktuell Deutschland | DW | 01.09.2018
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Rechtsextremismus

Bundespolizisten nach Hitlergruß suspendiert

Sie saßen privat in einem Restaurant. Als der Alkoholspiegel stieg, sollen die Männer mit fremdenfeindlichen Sprüchen und der verbotenen Geste aufgefallen sein. Das könnte sie ihren Job kosten.

Deutschland Bundespolizei Abzeichen (Symbolbild) (picture-alliance/dpa/F. Gentsch)

Abzeichen der Bundespolizei (Symbolbild)

Im bayerischen Rosenheim laufen Ermittlungen gegen zwei Beamte der Bundespolizei, die mutmaßlich den Hitlergruß gezeigt haben. Die Kriminalpolizei ermittele wegen des Verdachts der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mit. Auch der Staatsschutz wurde eingeschaltet.

Auf der Terrasse eines Rosenheimer Lokals hätten am späten Donnerstagabend mehrere offenbar betrunkene Menschen zusammengesessen. Einige von ihnen hätten nach Angaben eines ebenfalls am Tisch sitzenden Zeugen fremdenfeindliche Äußerungen getätigt und den verbotenen Gruß gezeigt.

Auch Ehrenamtler tatverdächtig

"Tatverdächtig sind nach derzeitigem Ermittlungsstand zwei Beamte der Bundespolizei sowie ein Mitglied der Rosenheimer Sicherheitswacht, die sich in ihrer Freizeit dort aufhielten", erklärte die Polizei. Die Bundespolizei wurde informiert. Diese teilte mit, die beiden Beamten seien mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert worden.

Der Hitlergruß war in der Zeit des Nationalsozialismus die übliche Begrüßungsform. Seine Verwendung ist heute in Deutschland strafbar.

Vergangenen Sonntag und Montag war es bei Kundgebungen in Chemnitz zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen gekommen, bei denen ebenfalls der Hitlergruß gezeigt wurde. Zuvor war in der Stadt ein Deutscher erstochen worden. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft. Die Ausschreitungen sorgten bundesweit für Empörung.

jj/hk (dpa, afp)

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