Bundeskriminalamt zählt 760 islamistische Gefährder | Aktuell Deutschland | DW | 31.03.2018
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Extremismus

Bundeskriminalamt zählt 760 islamistische Gefährder

Laut deutschen Sicherheitsbehörden hat sich damit die Zahl der Gefährder weiter leicht erhöht. Hingegen wird die Terrorgefahr aus dem rechts- und linksextremistischen Spektrum deutlich geringer bewertet.

Das Bundeskriminalamt stuft derzeit rund 760 Menschen in Deutschland als islamistische Gefährder ein. Mehr als die Hälfte von ihnen befindet sich im Land, wie das BKA der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 153 der Gefährder seien in Haft.

Insgesamt zählten die Sicherheitsbehörden mehr als 980 Menschen, die seit Beginn der Kämpfe in Syrien im Jahr 2012 aus Deutschland in die Krisengebiete ausgereist sind. Damit verzeichnen die Experten eine leichte Entwicklung nach oben: Mitte Februar ging das BKA noch von rund 750 islamistischen Gefährdern im Bundesgebiet aus und etwa 970 Ausreisen aus Deutschland in die Krisengebiete aus.

Während die Zahl der potenziell gewaltbereiten Islamisten zunimmt, wird die Terrorgefahr aus dem Spektrum der Rechts- und Linksextremisten vom Bundeskriminalamt deutlich geringer bewertet: 26 Personen aus der rechtsextremistischen Szene seien derzeit als Gefährder eingestuft, erklärte das BKA. Bei den Linksextremisten belaufe sich die Zahl auf zwei Personen.

Laut polizeilicher Definition ist ein Gefährder eine Person, die politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen könnte. Der entsprechende Paragraf 100a der Strafprozessordnung umfasst Vergehen wie Hochverrat, Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates oder Gefährdung der äußeren Sicherheit.

qu/ml (dpa)

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