Brasilianer fordern Recht auf Bildung | Aktuell Amerika | DW | 16.05.2019
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Lateinamerika

Brasilianer fordern Recht auf Bildung

Präsident Bolsonaro will im Bildungsbereich massiv kürzen. Aus Unmut darüber gingen viele Brasilianer auf die Straße. Universitäten und Schulen schlossen, damit Studenten und Schüler an den Protesten teilnehmen konnten.

Allein in São Paulo beteiligten sich 250.000 Studenten, Lehrer und Schüler an den Demonstrationen, wie die Zeitschrift "Carta Capital" berichtet. Protestmärsche gab es auch in der Hauptstadt Brasília, in Belém und in Salvador, einer Hochburg der Linken im Nordosten Brasiliens.

Gegenwind für Bolsonaro

Insgesamt wurden in mehr als 200 Städten Kundgebungen organisiert. Es waren die ersten landesweiten und zugleich die bislang größten Proteste gegen Bolsonaros Regierung seit dem Amtsantritt des rechtsradikalen Präsidenten im Januar. Seine Regierung hatte zuvor angekündigt, die Ausgaben für die staatlichen Universitäten um 30 Prozent zu kürzen.

Bolsonaro bezeichnete die Demonstranten als "nützliche Idioten", die von einer "Expertenminderheit" an den staatlichen Universitäten "manipuliert" würden. Bei einem Besuch im US-Bundesstaat Texas, wo er eine Auszeichnung der brasilianisch-amerikanischen Handelskammer erhalten sollte, verteidigte Bolsonaro seine Bildungspolitik auch mit Sparzwängen. Brasilien sei von seinen Vorgängern "wirtschaftlich zerstört" worden. Die Ausgabenkürzungen im Bildungsbereich seien daher notwendig, sie seien aber immer noch "geringer als vorhergesagt".

haz/pgr (afp, rtr, ap)

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