Borussia Mönchengladbach: Der Traum von Europa lebt wieder | Sport | DW | 25.04.2021
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Bundesliga

Borussia Mönchengladbach: Der Traum von Europa lebt wieder

Borussia Mönchengladbach hält die Chancen auf die Teilnahme am europäischen Wettbewerb aufrecht. Durch einen ungefährdeten Erfolg gegen Bielefeld macht das Team von Trainer Marco Rose wieder Druck auf die Konkurrenz.

Die Erleichterung war Sportdirektor Max Eberl nach dem Schlusspfiff im Borussia-Park anzusehen, schließlich hatte er vor dem Duell mit Bielefeld einen Sieg gefordert, um die Chancen auf eine internationale Platzierung weiter zu wahren. Mönchengladbach sei "kein Verein, der ständig Europa League oder Champions League garantieren kann", hatte Eberl vor dem Spiel am Sky-Mikrofon gesagt und ergänzt: "Wir können aber immer mit dem Umfeld kokettieren und eine gute Mannschaft haben. Wenn alles gut läuft, können wir das schaffen. Hier wird nichts untergehen, sollten wir es nicht schaffen. Aber wir werden dafür kämpfen."

Und es scheint ganz so, als hätten die Spieler verstanden, um was es im Saison-Endspurt geht. In den vergangenen sechs Spielen musste das Team von Trainer Marco Rose nur eine Niederlage hinnehmen. Gegen Bielefeld feierten die Gladbacher am viertletzten Spieltag einen ungefährdeten 5:0 (3:0)-Erfolg, insgesamt war es der zwölfte Saisonsieg der Fohlenelf. "Wir hatten eine gute Ballkontrolle, haben schöne Tore gemacht und so auch verdient gewonnen", sagte Gladbachs Abwehrchef Matthias Ginter bei Sky: "Für alle wäre es schön, nächstes Jahr wieder international zu spielen. Die Europa League ist das Maximum, was noch möglich ist. Das wollen wir erreichen."

Embolo jubelt mit besonderer Geste

Fußball Bundesliga | Borussia Mönchengladbach v DSC Arminia Bielefeld | Breel Embolo

Ein besonderer Torjubel von Breel Embolo

"Schärfe und Gier" hatte der scheidende Trainer Marco Rose vor Anpfiff von seinen Spielern gefordert. Diese hatten offenbar zugehört, denn Gladbach wirkte von der ersten bis zur letzten Minute hellwach und stand defensiv kompakt. Die Gastgeber überzeugten zum Abschluss des 31. Spieltags aber auch spielerisch. Vor allem Breel Embolo, der es nach zwei Monaten mal wieder in die Startelf geschafft hatte, lieferte eine starke Vorstellung ab.

Der Schweizer feierte sein erstes von zwei Toren mit einer besonderen Geste und hielt das Trikot seines Teamkollegen Mamadou Doucoure in die Kamera, der wegen eines Achillessehnenrisses zum wiederholten Male lange ausfällt und seit seiner Verpflichtung 2016 erst zwei Spiele in Gladbachs Startelf gestanden hat. "Man kann gar nicht in Worte packen, was dieser Junge verkraften muss", sagte Sportdirektor Max Eberl zu der erneuten schweren Verletzung von Doucoure.

Sommer: "Werden alles dafür tun"

"Es sind noch drei Endspiele", sagte Gladbach-Keeper Yann Sommer, der nach seiner Rotsperre ins Tor zurückgekehrt war. "Wir sind die, die jagen und wenn wir unsere Hausaufgaben machen und unsere Spiele gut bestreiten, dann machen wir Druck auf die anderen Teams." Man werde alles dafür tun, "die internationalen Plätze noch zu erreichen", so der Torwart weiter. Mönchengladbach hat drei Spieltage vor dem Ende der Saison vier Punkte Rückstand auf Leverkusen, das aktuell auf dem letzten internationalen Platz steht. In zwei Wochen müssen die Gladbacher gegen Bayern München ran, die nächste Bewährungsprobe auf dem Weg nach Europa.