Bolsonaro wird im Krankenhaus behandelt | Aktuell Amerika | DW | 15.07.2021
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Brasilien

Bolsonaro wird im Krankenhaus behandelt

Zunächst wollte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die Ursache für seinen andauernden Schluckauf herauszufinden. Im Krankenhaus wurde dann ein Darmverschluss festgestellt.

Brasilien | Präsident Bolsonaro im Krankenhaus

Begleitet von Militärfahrzeugen ist Jair Bolsonaro in ein Militärkrankenhaus nach São Paulo verlegt worden

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist für eine mögliche Notoperation wegen eines Darmverschlusses in die brasilianische Millionenmetropole São Paulo verlegt worden. Bolsonaro kam in einem Flugzeug der Luftwaffe am Inlandsflughafen Congonhas in São Paulo an, wie im brasilianischen Fernsehen zu sehen war. Ein Krankenwagen brachte ihn weiter in das "Hospital Vila Nova Star". 

Notoperation notwendig?

Der Arzt, der Bolsonaro auch nach dem Messerattentat 2018 operiert hatte, habe einen Darmverschluss festgestellt, wie es in einer Mitteilung der Pressestelle der Präsidentschaft hieß. Er habe beschlossen, den Präsidenten aus Brasília nach São Paulo bringen zu lassen, wo weitere Untersuchungen gemacht wurden, um festzustellen, ob eine Notoperation notwendig ist. Jair Bolsonaro werde drei Tage unter Beobachtung bleiben, sagte der Präsidenten-Sohn und Abgeordnete Flávio Bolsonaro "CNN Brasil".

Auf dem Twitter-Account von Bolsonaro, der sowohl der katholischen Kirche angehört als auch sich evangelikal taufen ließ, wurde ein Bild von ihm selbst auf einem Krankenhausbett mit geschlossenen Augen und mehreren Kabeln am nackten Oberkörper veröffentlicht. Am Rand legt ihm eine nur angeschnitten zu sehende Person mit einer schwarzen Robe und einem Kreuz eine Hand auf die Schulter. "Wir werden bald zurück sein, so Gott will. Brasilien gehört uns", steht darüber.

Bolsonaro nicht beliebt

Bolsonaro war zuletzt durch einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der sein Handeln und Unterlassungen in der Corona-Pandemie beleuchtet, und Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Bestellung von Impfstoffen unter Druck geraten. Die Ablehnung seiner Regierung erreichte dem Meinungsforschungsinstituts Datafolha von vergangener Woche zufolge 51 Prozent - der schlechteste Wert seit dem Beginn der Amtszeit im Januar 2019.

nob/qu (dpa, afp)

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