Boliviens Präsident Evo Morales darf noch einmal antreten | Aktuell Amerika | DW | 05.12.2018
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Bolivien

Boliviens Präsident Evo Morales darf noch einmal antreten

Es heißt, der bereits seit zwölf Jahren amtierende Staatschef des südamerikanischen Landes habe einen Traum: Morales wolle bis 2025 an der Macht bleiben, weil Bolivien dann 200 Jahre Unabhängigkeit von Spanien feiert.

Boliviens Präsident Evo Morales darf bei den nächsten Wahlen noch einmal antreten und könnte für eine vierte Amtszeit wiedergewählt werden. Das Oberste Wahlgericht des südamerikanischen Landes ließ die umstrittene Kandidatur des Staatschefs am Dienstag zu.

Eine erneute Kandidatur von Morales im kommenden Jahr ist von der bolivianischen Verfassung eigentlich untersagt. Zudem hatte seine sozialistische Partei MAS vor knapp drei Jahren ein Referendum verloren, um per Verfassungsänderung eine erneute Bewerbung zu ermöglichen. Morales hatte damals angekündigt, das Ergebnis zu akzeptieren. Er trat sein Amt 2006 an und ist schon jetzt der am längsten amtierende Präsident Boliviens. Sein Traum ist es, bis 2025 zu regieren, wenn das Land 200 Jahre Unabhängigkeit von Spanien feiert.

Opposition und katholische Kirche auf Anti-Kurs

Die Opposition wirft dem ehemalige Koka-Bauern einen zunehmend autoritären Kurs und die Schaffung eines Personenkults vor. Auch die katholische Kirche sieht in Morales Vorgehen einen Verstoß gegen die Verfassung und Demokratie in Bolivien.Auf der anderen Seite ist die Wirtschaft des einst bitterarmen Landes unter Morales kräftig gewachsen. Die Einnahmen aus dem Gasgeschäft wurden in den Ausbau der Infrastruktur investiert. Nun setzt Bolivien auf die Ausbeutung der weltgrößten Lithiumreserven zum Bau von Batterien für Elektroautos. 

sti/cgn (afp, dpa)

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