Blutige Attacke im Niger | Aktuell Afrika | DW | 09.08.2020
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Westafrika

Blutige Attacke im Niger

Trotz aller Bemühungen, Extremisten in der Sahelzone zu bekämpfen: Die Terrorgefahr in dem afrikanischen Gebiet nimmt nicht ab. Nun wurden Mitarbeiter einer französischen Hilfsorganisation Opfer eines tödlichen Angriffs.

Niger - Zerstörtes Fahrzeug der getöteten Franzosen (AFP)

Das Fahrzeug der Getöteten

Bei einem brutalen Angriff im westafrikanischen Niger sind nach offiziellen Angaben sechs Franzosen und zwei Einheimische ermordet worden. Schwer bewaffnete Menschen auf Motorrädern hätten die acht nahe Kouré in der Region Tillabéri im Westen des Landes attackiert, berichtete der örtliche Gouverneur. Auch das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Niamey bestätigte den Angriff.

Bei den getöteten Franzosen handelt es sich um Mitarbeiter der Hilfsorganisation ACTED. Sie seien touristisch unterwegs gewesen, hieß es. Die zwei getöteten Nigrer waren demnach der Fahrer und der Führer der Franzosen. 

Niger Giraffen-Park Koure (picture-alliance/robertharding/Godong)

Die im Gebiet von Kouré lebende Westafrikanische Giraffe ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen im Niger

Ein "Terrorakt"

Der französische Präsident Emmanuel Macron habe in der Angelegenheit mit seinem Kollegen Mahamadou Issoufou telefoniert, teilte der Elysée-Palast in Paris mit. Der nigrische Innenminister Elkache Alada nannte die Tat einen Terrorakt, sagte aber zunächst nicht, wer hinter dem Angriff vermutet wird.

Die Sahelregion - ein Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - gilt als unsicher, da dort etliche Terrorgruppen aktiv sind. Einige von ihnen haben dem Netzwerk Al-Kaida oder der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) die Treue geschworen. Immer wieder kommt es auch in Niger zu Anschlägen mit etlichen Toten - vor allem nahe der Grenze zu Burkina Faso und Mali, wo Tillabéri liegt.

wa/bru (afp, dpa)

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