Biya bleibt Präsident in Kamerun | Aktuell Afrika | DW | 22.10.2018
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Zentralafrika

Biya bleibt Präsident in Kamerun

Seit 36 Jahren regiert Paul Biya in Kamerun - und das wird er auch weiterhin tun. Er wurde nach offiziellen Angaben mit 71 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Die Opposition scheiterte mit Beschwerden gegen die Wahl.

Der langjährige Präsident Paul Biya bleibt in Kamerun an der Macht. Der für die Wahlaufsicht zuständige Verfassungsrat bestätigte den 85-Jährigen als Sieger der Präsidentschaftswahl und damit für weitere sieben Jahre im Amt, wie das Staatsfernsehen berichtete. Er erhielt demnach 71,3 Prozent der Stimmen, Oppositionsführer Maurice Kamto erreichte 14,2 Prozent. Die Beteiligung an der Wahl am 7. Oktober lag bei fast 54 Prozent.

Die Opposition vermutet eine Manipulation der Ergebnisse. Kamto hatte sich kurz nach der Wahl zum Sieger erklärt. Beschwerden mit dem Ziel, die Abstimmung zu wiederholen, scheiterten vor Gericht. Der Präsident des Verfassungsrates, Clément Atangana, sagte Medienberichten zufolge, die Wahl sei frei, fair und glaubwürdig gewesen.

Kamerun Präsident Paul Biya (picture-alliance/AA/J.-P. Kepseu)

Biya am Wahltag in Yaoundé

Beschränkungen der Meinungsfreiheit

Biya regiert das zentralafrikanische Land seit 36 Jahren autokratisch. Er ist damit einer der am längsten regierenden Staatschefs in Afrika. Biya steht vor allem wegen der Beschränkung der Meinungsfreiheit und wegen staatlicher Gewalt in der Kritik. Prominente Oppositionelle sitzen in Haft.

Im Westen des Landes gibt es seit zwei Jahren Unruhen. Die Regierung geht mit Gewalt gegen Proteste der dort lebenden englischsprachigen Minderheit vor. Im Norden Kameruns verüben zudem Islamisten der Terrororganisation Boko Haram immer wieder Anschläge.

Ba/uh (epd, rtr)

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