Bitcoin-Kurs stürzt weiter ab | Aktuell Welt | DW | 19.11.2018
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Kryptowährungen

Bitcoin-Kurs stürzt weiter ab

Der Ausverkauf bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen geht weiter. Der Kurs des Bitcoin fiel an der Handelsplattform Bitstamp um mehr als fünf Prozent auf 5173 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit 13 Monaten.

Seit vergangenem Mittwoch belaufen sich die Verluste des Bitcoin auf 17 Prozent. Von seinem Rekordhoch von fast 20.000 Dollar im Dezember 2017 liegt der aktuelle Kurs damit meilenweit entfernt. "Es herrscht die absolute Ausverkaufsstimmung am Markt", sagte Kryptodevisen-Experte Timo Emden von Emden Research. "Investoren steht derzeit die Unsicherheit ins Gesicht geschrieben."

Seit Anfang November verlor der Kurs von Bitcoin über 1200 Dollar. Damit liegt die größte und bekannteste Kryptowährung inzwischen nur noch bei rund einem Viertel ihres Rekordhochs von Ende 2017. Sollte der Kurs unter die Marke von 5000 Dollar rutschen, rechnen Experten damit, dass es noch schneller abwärts geht. "Ein signifikantes Reißen der psychologischen Marke von 5000 US-Dollar könnte Börsianer in den Panikmodus versetzen", sagte Emden.

Nicht nur der Bitcoin, auch andere bekannte Kryptowährungen wie Ether, Litecoin oder XRP stehen zu Wochenbeginn abermals unter Druck. Der Gesamtwert aller rund 2000 Digitalanlagen beläuft sich nach Angaben der Internetseite Coinmarketcap derzeit auf gut 170 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 149 Milliarden Euro. Vergangenen Mittwoch waren es noch 210 Milliarden Dollar gewesen, zu Zeiten des Krypto-Booms waren es in der Spitze fast 830 Milliarden Dollar.

Video ansehen 03:38

Tacheles: Kryptogeld - Fluch oder Segen? (26.09.2018)

Was sind die Gründe für den Absturz?

Am Markt werden zahlreiche Gründe für die Kursschwäche digitaler Anlagen genannt. Dazu zählt in erster Linie das vergebliche Warten vieler Bitcoin-Anhänger auf die Einführung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Bitcoin. Als weitere Ursache nennen Branchenkenner eine technische Aufspaltung der Bitcoin-Schwesterwährung Bitcoin Cash. Bereits im vergangenen Jahr sorgte eine solche technische Teilung (hard fork) von Bitcoin für Turbulenzen an den Kryptobörsen. Daraus entstand damals Bitcoin Cash.

Der Bitcoin war beim Handelsstart im Februar 2009 nur ein paar Cent wert. In den ersten Jahren entwickelte sich die Währung abseits der Augen der Öffentlichkeit. 2013 durchbrach der Bitcoin zum ersten Mal die 1000-Dollar-Marke.

Hinter der Digitalwährung steckt die Idee einer Währung, die unabhängig von Staaten, Zentralbanken und der Geldpolitik existiert. Anders als klassische Währungen werden digitale Zahlungsmittel nicht von einer zentralen Stelle kontrolliert. Auch Buchungen müssen nicht von einer zentralen Stelle bestätigt werden.

kle/as (rtr, dpa, afp)

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