Bevölkerungswachstum: Gefahr oder Chance? | Top-Thema – Podcast | DW | 11.08.2015
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Top-Thema – Podcast

Bevölkerungswachstum: Gefahr oder Chance?

Die Bevölkerung der Erde wächst schnell. Laut einer Studie wird es im Jahr 2100 über elf Milliarden Menschen geben. Viele fürchten, dass deswegen Hunger und Krankheiten zunehmen werden. Doch Experten sehen auch Chancen.

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Bevölkerungswachstum: Gefahr oder Chance? – das Top-Thema als MP3

Die Vereinten Nationen haben eine Studie veröffentlicht, nach der im Jahr 2100 vier Milliarden Menschen mehr auf der Erde leben werden. Die Weltbevölkerung wächst so schnell, dass viele Menschen Angst vor der Zukunft haben. Denn am stärksten wächst die Bevölkerung in armen Ländern, wo die Menschen schon heute viele Probleme haben. Die Politologin Ute Stallmeister meint: „Die Gefahr ist, dass Armut und Hunger weiter zunehmen.“

Doch das muss nicht unbedingt stimmen. „So einfach ist das nicht mit dem Bevölkerungswachstum und der Armut“, sagt Gerhard Heilig von den Vereinten Nationen. „Das Bevölkerungswachstum kann auch einen positiven Effekt auf das Wirtschaftswachstum haben.“ Wenn in einem Land viele junge Leute mit guter Ausbildung leben, kann die Wirtschaft sehr schnell wachsen.

Die Studie rechnet damit, dass bei steigender Weltbevölkerung besonders die Städte immer größer werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Regierungen viel mehr in Infrastruktur, Wasserversorgung und Abwassersysteme investieren. Nur so können sie verhindern, dass noch mehr Menschen unter schlechten Bedingungen wohnen müssen.

Ute Stallmeister meint auch, dass die Menschen in Zukunft sparsamer leben müssen: „Denn wenn alle Menschen auf der Erde so leben würden, wie wir das heute in Deutschland oder den USA tun, dann wäre die Erde schon heute nicht mehr tragfähig.“ Lernt die Menschheit daraus, dann könnte sie auch im Jahr 2100 auf der Erde glücklich leben.


Glossar

Studie, -n (f.) – eine wissenschaftliche Untersuchung zu einem bestimmten Thema

Vereinten Nationen (f., nur Plural) – die UN; eine internationale politische Organisation

Politologe, -n/Politologin, -nen – jemand, der Politikwissenschaften studiert hat

Armut (f., nur Singular) – die Tatsache, dass Menschen arm sind

nicht unbedingt – so nicht sicher; nicht in jedem Fall

Bevölkerungswachstum (n., nur Singular) – die Tatsache, dass die Zahl der Menschen auf der Erde oder an einem bestimmten Ort steigt.

Effekt, -e (m.) – die Folge; die Auswirkung

Wirtschaftswachstum (n., nur Singular) – die positive Entwicklung der Wirtschaft

Infrastruktur (f., nur Singular) – alle Anlagen/Einrichtungen, die zur Entwicklung der Wirtschaft notwendig sind, z.B. Straßen, damit Autos fahren können

Wasserversorgung, -en (f.) – die Technik, mit der frisches Wasser zu den Menschen gebracht wird

Abwassersystem, -e (n.) – die Leitungen, durch die das schmutzige Wasser von den Häusern wegfließt.

investieren – hier: Geld oder Arbeitszeit in etwas stecken, damit es besser wird

nicht tragfähig – gemeint ist hier: so, dass es nicht möglich ist, dass die Menschen auf der Erde zusammen leben

Menschheit (f., nur Singular) – alle Menschen


Fragen zum Text

1. Welche Aussage steht im Text?

Laut einer Studie der UNO …
a) werden im Jahr 2100 bis zu vier Milliarden Menschen auf der Welt leben.
b) wird die Armut auf der Welt zunehmen.
c) wird die Weltbevölkerung bis 2100 um vier Milliarden wachsen.

2. Was meint Gerhard Heilig?
a) Durch das Bevölkerungswachstum könnte auch die Wirtschaft wachsen.
b) Bei einem hohen Bevölkerungswachstum steigt immer auch die Armut.
c) Die Bevölkerung wächst nur, wenn auch die Wirtschaft wächst.

3. Was ist die Meinung von Ute Stallmeister?
a) Alle sollen so leben wie die Menschen in den USA oder Deutschland.
b) Die Menschheit muss in der Zukunft mit weniger Luxus leben.
c) Die Menschheit wird 2100 glücklicher sein als heute.

4. In welchem Satz sind die Wörter in der richtigen Reihenfolge?
a) Wenn die Bevölkerung so stark wächst, besteht die Gefahr, dass auch die Armut wächst.
b) Wenn wächst die Bevölkerung so stark, besteht die Gefahr, dass auch die Armut wächst.
c) Wenn die Bevölkerung so stark wächst, die Gefahr besteht, dass auch die Armut wächst.

5. Welcher Satz ist richtig?
a) Wenn die Städte wachsen, die Regierungen müssen in die Infrastruktur investieren.
b) Wenn die Städte wachsen, müssen die Regierungen in die Infrastruktur investieren.
c) Wenn wachsen die Städte, die Regierungen in die Infrastruktur investieren müssen.


Arbeitsauftrag
Wie ist die Bevölkerungsentwicklung in eurem Land? Welche Probleme oder Chancen ergeben sich daraus?


































































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