Besuch in Nordkorea: Pompeo will Klarheit über atomare Abrüstung | Aktuell Welt | DW | 06.07.2018
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Atomkonflikt

Besuch in Nordkorea: Pompeo will Klarheit über atomare Abrüstung

Die amerikanischen Geheimdienste vermuten eine geheime Urananreicherung in Nordkorea. US-Außenminister Pompeo prüft in Pjöngjang, was von den Versprechen Kim Jong Uns über eine Denuklearisierung zu halten ist.

Nordkorea - Pyongyang - Mike Pompeo zu besuch in Nordkorea (Reuters/A. Harnik)

Begrüßung Pompeos (M.) durch Kim Yong Chol, einem engen Vertrauten von Machthaber Kim Jong Un

Der einflussreiche nordkoreanische Spitzenfunktionär Kim Yong Chol war für die Trump-Administration bei den Verhandlungen mit Machthaber Kim Jong Un so etwas wie ein Weichensteller oder Wegbereiter. Er war am Freitag auch der erste Gesprächspartner von US-Außenminister Mike Pompeo bei seinem Besuch in der Hauptstadt Pjöngjang. Dessen Besuch fällt in eine Phase wachsender Zweifel am Bekenntnis Nordkoreas zu Denuklearisierung und Entspannung.   

USA Mike Pompeo und Kim Yong Chol (Reuters/M. Segar)

Kim Yong Chol als Delegationschef bei Gesprächen mit Pompeo im Mai 2018 in New York

"Vor uns liegt harte Arbeit, aber der Frieden ist die Anstrengung wert", hatte Pompeo bei seiner Ankunft getwittert. Seine Gespräche kommen mehr als drei Wochen nach dem historischen Gipfeltreffen Präsident Donald Trumps mit Kim Jong Un in Singapur.

Die Regierung in Washington hofft, sich mit der kommunistischen Führung auf "Details" über Methode und Zeitplan für die atomare Abrüstung verständigen zu können. Auf dem Flug nach Pjöngjang hatte Pompeo erläutert, er suche nach den Gipfelerklärungen von Singapur über völlige Abrüstung nun Klarstellungen von der nordkoreanischen Seite. Damit könne es möglicherweise auch neue Impulse für die Umsetzung geben.   

Vor allem in den USA waren zuletzt neue Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Abrüstungsbeteuerungen Pjöngjangs aufgekommen. Es kursieren Geheimdienstinformationen, wonach Nordkorea an neuen Aktivitäten zur Urananreicherung arbeitet. Hoch angereichertes Uran kann zur Atomwaffenproduktion verwendet werden.

Singapur Sentosa USA-Nordkorea Gipfel Handshake (Getty Images/AFP/S. Loeb)

Neue Zweifel nach dem Handschlag von Singapur zwischen Trump und Kim

Kim hatte beim Treffen mit Trump seine Bereitschaft "zur kompletten Denuklearisierung" bekräftigt. Es blieb jedoch unklar, wie und bis wann die Vernichtung der atomaren Arsenale erfolgen soll. Trump hatte Nordkorea unter anderem "Sicherheitsgarantien" in Aussicht gestellt.

Der US-Chefdiplomat reist anschließend von Pjöngjang nach Tokio, wo er sich am Sonntag mit seinen Kollegen aus Japan und Südkorea, Taro Kono und Kang Kyung Wha, treffen wird.

SC/pg (APE, afp, dpa)

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