Berliner Museumsinsel zeigt alte Schätze neu im Internet | DW Reise | DW | 11.09.2018
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Neuer Internetauftritt

Berliner Museumsinsel zeigt alte Schätze neu im Internet

Rund 4000 Objekte aus mehr als 6000 Jahren Menschheitsgeschichte zeigen die Staatlichen Museen zu Berlin in einem neuen Internetauftritt der Museumsinsel in Kooperation mit Google Arts & Culture.

Altägyptischer König Echnaton (picture-alliance/Ulrich Baumgarten)

Königspaar Nofretete und Echnaton

Auf einer im Internet neu eingerichteten Themenseite sowie über Apps für Android und iOS sind seit Dienstag, 11. September 2018, alle fünf Häuser der Berliner Museumsinsel online präsent. Die Zusammenarbeit mit dem Internet-Konzern begann bereits 2009. Damals habe das Bode-Museum mit Google sein erstes Projekt gestartet, sagte Amit Sood von Google Arts & Culture. Allein durch die hohe Auflösung der Exponate werden die Online-Besucher eingeladen, ganz neue Details zu entdecken.

Video ansehen 01:09

#DailyDrone: Museumsinsel

Auch neue Sammlungen etwa aus dem noch immer in Renovierung befindlichen Pergamonmuseum seien eingespielt worden, sagte Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, bei der Vorstellung in Berlin. "Das neue Projekt wird eine Zäsur darstellen."

Die Museen wollen allen Interessierten mit Hilfe von neuen Technologien einen besseren Zugang bieten, aber vor allem auch neue Zielgruppen ansprechen. "Wir gehen dorthin, wo die Menschen sind, die vielleicht gar nicht wissen, dass es uns gibt", sagte Christian Haak, Stellvertretende Generaldirektorin der Staatlichen Museen zu Berlin.

Neue Technologien wie Augmented Virtual Reality würden nicht nur eingesetzt, weil sie "trendy" sind, sondern einen echten Erlebniswert bieten. So gibt es online spezielle Expeditionen für Schulen oder versteckte Geschichten hinter berühmten Werken sowie einen virtuellen Rundgang zum berühmten Ischtar-Tor aus dem Pergamonmuseum im einstigen Babylon.

Archäologische Funde aus dem Irak in Deutschland (picture-alliance/dpa)

Ischtar-Tor aus Babylon

Virtuell erfahrbar ist die Stätte samt Prozessionsstraße sowohl aus heutiger Sicht als auch aus der Zeit von vor Tausenden von Jahren. Das Projekt haben die Museen zusammen mit der gemeinnützigen Organisation CyArk entwickelt. Im Rundblick soll sich die einstige Pracht erahnen lassen.

is/ks (dpa)

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