Berliner Hauptbahnhof wird wegen Bombenentschärfung gesperrt | DW Reise | DW | 20.04.2018
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Reise

Berliner Hauptbahnhof wird wegen Bombenentschärfung gesperrt

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe wird der Bahnverkehr am Berliner Hauptbahnhof am Freitag (20.4.2018) unterbrochen. Entgegen vorheriger Aussagen soll es keine Einschränkungen im Flugverkehr in Tegel geben.

Ab 9.00 Uhr richtet die Polizei am Freitag nahe dem Berliner Hauptbahnhof ein Sperrgebiet mit einem Radius von 800 Metern ein. Nach Angaben der Deutschen Bahn fahren Züge dann ab 10.00 Uhr am Hauptbahnhof ohne Halt durch. Von 11.30 Uhr an werde der Zugverkehr bis voraussichtlich 13 Uhr vollständig eingestellt. In dieser Zeit soll der 500-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.

Fernreisende können auf die Bahnhöfe Gesundbrunnen, Lichtenberg, Ostbahnhof, Spandau und Südkreuz ausweichen. An den Ausweichbahnhöfen für den Fernverkehr sollten mehr Mitarbeiter stehen, um Reisenden zu helfen. Bereits gebuchte Tickets für den Fernverkehr zwischen 10.00 und 15.00 Uhr können Kunden kostenlos zurückgeben oder bis einschließlich Samstag nutzen, wie die Bahn mitteilte.

Im Flugverkehr von und nach Berlin soll es entgegen ersten Befürchtungen keine Einschränkungen geben. Zunächst war die Flughafengesellschaft davon ausgegangen, dass während der Bombenentschärfung in Tegel keine Flugzeuge starten oder landen können.

Ob die Entschärfung pünktlich beginnt, hängt nach Aussagen der Polizei davon ab, ob die Evakuierung der 10.000 Menschen aus dem Sperrkreis bis 11.30 Uhr abgeschlossen sein wird. Wie lange die Entschärfung selbst dauern werde, sei abhängig von der Art der Bombe und lasse sich vorab nicht sagen, so eine Sprecherin.

Berlin war im Zweiten Weltkrieg immer wieder Ziel von Luftangriffen. Bei etwa 380 Bombenangriffen bis 1945 warfen Amerikaner, Briten und Russen Historikern zufolge mehr als 45.000 Tonnen Sprengstoff auf die Stadt ab. Vor allem bei Bauarbeiten kommen die Blindgänger wieder ans Licht, so dass es in der Vergangenheit immer wieder Entschärfungsaktionen mit teils größeren Auswirkungen gab.

fm/ks (dpa, tagesspiegel)