Bericht: Weniger Flüchtlinge holen Familie nach | Aktuell Deutschland | DW | 22.12.2018
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Migration

Bericht: Weniger Flüchtlinge holen Familie nach

Immer weniger Flüchtlinge holen ihre Angehörigen zur Familienzusammenführung nach Deutschland. Laut einem Zeitungsbericht ist die Zahl der Visa 2018 entsprechend deutlich gesunken.

Die Visazahl sank in den ersten drei Quartalen dieses Jahres von 10.475 auf 6.386. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Auswärtige Amt. Halte sich dieser Trend auch im vierten Quartal, hätten Familienangehörige aus Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Eritrea und dem Jemen Ende 2018 insgesamt knapp 30.000 Visa erhalten. Im Vorjahr waren es der Statistik zufolge noch mehr als 54.000.

Auch bei den weltweit erteilten Visa für Familienzusammenführungen sind die Zahlen rückläufig. Dort verringerten sich die Zahlen im ersten Quartal von 27.515 auf 25.487 im dritten Quartal. Im Vorjahr waren der Statistik zufolge noch knapp 118.000 Visa bewilligt worden.

Neue Regelung seit August

Der seit März 2016 ausgesetzte und wieder neu eingeführte Familiennachzug zu Flüchtlingen mit nur zeitlich begrenztem Bleiberecht hingegen nimmt zu. Seit August gilt die Neuregelung für Flüchtlinge mit dem untergeordneten Schutz. Sie sieht ein Kontingent von 1000 Plätzen pro Monat vor. Im August profitierten davon 42 Familienangehörige, im September 147, im Oktober 499 und im November 874. Die meisten Anträge bearbeiteten die Auslandsvertretungen im libanesischen Beirut, im irakischen Erbil und im türkischen Istanbul.

jmw/kle (epd, kna)

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