Bergarbeiter in Südafrika in Goldmine eingeschlossen | Aktuell Afrika | DW | 01.02.2018
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Bergbau

Bergarbeiter in Südafrika in Goldmine eingeschlossen

Rund 900 Kumpel sitzen unter Tage fest. Wegen eines Stromausfalls laufen die Aufzüge nicht und beim Einsatz von Notstrom-Generatoren gibt es Probleme. Die Gewerkschaften fordern eine Untersuchung.

Südafrika Bergbauarbeiter (Reuters/M. Hutchings)

Gefährlicher Job: Immer wieder kommt es in Südafrikas Minen zu Unfällen (Archivbild)

Zunächst waren noch 65 Arbeiter der Nachtschicht aus Beatrix-Goldmine nahe der Stadt Welkom wieder nach oben gebracht worden. Als es zu dem Stromausfall kam, mussten die 900 anderen Bergarbeiter nach Schichtende in rund 1000 Metern Tiefe  ausharren.

Ein Sprecher des Bergbauunternehmen Sibanye-Stillwater sagte:  "Es scheint allen Angestellten gut zu gehen. Wir versorgen sie mit Essen und Wasser." Die Aufzüge sollten nun mit Notstromgeneratoren wieder in Betrieb genommen werden, dabei gebe es aber Probleme.

In der Nacht war ein Unwetter über den Bundesstaat Free State gezogen, in dem sich die Mine befindet. Der Sturm habe zwei Stromleitungen in Mitleidenschaft gezogen und zu einem kompletten Stromausfall in der Mine geführt, sagte der Unternehmenssprecher.

Gewerkschaft kritisiert Notfallpläne

Die Bergbaugewerkschaft AMCU kritisierte, der Vorfall zeige Mängel bei den Notfallplänen des Bergwerks auf. Der Gewerkschaftsverband COSATU verlangte eine Untersuchung des Vorfalls. Die Betreibergesellschaft müsse wegen Nachlässigkeit zur Verantwortung gezogen werden.

Südafrika ist ein wichtiger Produzent von Diamanten, Gold und anderen Edelmetallen weltweit. In den Bergwerken kommt es immer wieder zu Unfällen. Zuletzt starben im August fünf Arbeiter in einer Goldmine nahe Johannesburg, als ein Gang einstürzte.

uh/kle (dpa, afp)