Belfodil macht für Hoffenheim den Unterschied | Sport | DW | 29.03.2019
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Stürmer mit aufsteigender Tendenz

Belfodil macht für Hoffenheim den Unterschied

1899 Hoffenheim weist Bayer 04 Leverkusen in die Schranken. Besonders Angreifer Ishak Belfodil stellt die Rheinländer vor unlösbare Probleme. Der 27-Jährige nimmt die Werkself-Defensive fast im Alleingang auseinander.

Am Ende konnte es Ishak Belfodil selbst nicht fassen. Nach 79 Minuten hatte er es tatsächlich vollbracht - dachte er zumindest. Der Angreifer der TSG Hoffenheim hatte fast seinen dritten Treffer gegen Bayer 04 Leverkusen erzielt. Aber Andrej Kramaric spitzelte den Ball mit der großen Zehe gerade noch über die Torlinie, obwohl Belfodils Torschuss auch ohne den Teamkollegen in den Maschen gelandet wäre. Aber für Ärger unter Kollegen war an diesem Abend im Kraichgau kein Platz.

4:1 (1:1) hieß es schließlich am Ende für die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann, weil zwischenzeitlich auch noch Sven Bender ein Eigentor erzielt hatte und Kevin Volland für die Rheinländer in der ersten Hälfte ausgeglichen hatte. So blieb es bei zwei Treffern für Belfodil, der auch damit hochzufrieden war. 

Erstaunliche Entwicklung

Es ist eine erstaunliche Rückkehr des Algeriers, der in der Hinrunde bei den Kraichgauern kaum einmal eine Rolle gespielt hatte. Nur sechs Einsätze von Beginn an hatte Belfodil vorzuweisen, dazu musste er eine Suspendierung in der Champions League wegen einer verpassten Teamsitzung hinnehmen. Es schien, als hätte Belfodil den Anschluss verpasst.

Schalke 04 wollte Belfodil in der Winterpause verpflichten, um die eigenen Angriffssorgen besser in den Griff zu bekommen. Aber die Hoffenheimer, die 5,5 Millionen für den Vollblut-Stürmer an Standard Lüttich überwiesen hatten, wollten davon nichts wissen, ganz im Gegenteil.  "Wir sind mit der Entwicklung von Ishak hochzufrieden. Es war nie Thema, ihn abzugeben“, sagte Manager Alexander Rosen damals. 

Belfodil unter Druck beständig 

Und dieses Vertrauen zahlt Belfodil nun zurück. Mit nun sechs Treffern in der Rückrunde entwickelt er sich immer mehr zu einer Konstanten im Hoffenheimer Angriff. Belfodil zeigt aufsteigende Tendenz. Seine Qualitäten sind unübersehbar: Belfodil ist nur sehr schwer zu kontrollieren von seinen Gegenspielern. Mit seinen 1,91 Metern und seiner Robustheit agiert der Angreifer sehr körperlich und ist dabei technisch versiert.

Mit seinen beiden Distanzschüssen, jeweils in die linke untere Bayer-Torecke nach dem schnellen Hoffenheimer Umschaltspiel stellte er auch unter Beweis, dass er unter Druck eines Gegenspielers seine Präzision nicht verliert. Die Leverkusener waren nicht in der Lage, diesen einmal ins Laufen gekommenen Stürmer bei den beiden Kontern aufzuhalten. 

Mit ein wenig mehr Glück, hätte Belfodil auch auf anderem Weg einen dritten Treffer erzielen können. Nach 28 Minuten hatte er als "Abstauber" den Ball bereits schon einmal ins Leverkusener Netz befördert, aber er stand um Zentimeter im Abseits. An diesem gelungenen Freitagabend in Sinsheim war aber auch das unwichtig, weil die Hoffenheimer nun wieder darauf hoffen können, sich für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Auch Dank Ishak Belfodil.  

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