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bauhausWORLD - Der Effekt

15. Mai 2020

Das 1919 von Walter Gropius gegründete Bauhaus ist ein Mythos. Die Strahlkraft und Magie der Kunstschule reichen bis in unsere Gegenwart. Historisch nur eine kurze Episode, definiert das Bauhaus bis heute die moderne Welt.

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Architektur, Malerei, Typografie, Design, Tanz, Pädagogik - alles wurde am Bauhaus gelehrt, erforscht und gelernt. Es war ein Aufbruch und ein Experiment mit dem Anspruch, Gestaltung von Grund auf neu zu denken. Dem Ruf des Bauhausgründers Walter Gropius waren die renommiertesten Künstler seiner Zeit gefolgt: Hannes Meyer, Mies van der Rohe, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky, Paul Klee, László Moholy-Nagy, Anni Albers, Josef Albers, Gunta Stölzl u.v.a. Heute gilt das Bauhaus als Heimstätte der Klassischen Moderne und steht für kühne, rationale und funktionale Entwürfe. 1919 im deutschen Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 unter dem Druck der Nationalsozialisten in Berlin geschlossen, existierte das historische Bauhaus nur 14 Jahre. Mit der Schließung der Schule emigrieren die Bauhäusler; sie tragen die Ideen und Visionen in die ganze Welt. Für die dreiteilige Dokumentation bauhausWORLD: Der Code - Der Effekt - Die Utopie war Autorin Lydia Ranke auf der ganzen Welt unterwegs. Neben den klassischen Spielorten des Bauhauses in Weimar, Dessau und Berlin drehte das Team u. a. auch in Tokio, Amman, Tel Aviv, New York, Chicago, Medellín und Mexiko-Stadt. Prominente Protagonisten wie der Stararchitekt Norman Foster, die mexikanische Architektin Tatiana Bilbao oder der neuseeländische Architekturkritiker Mark Wigley kommen ebenso zu Wort wie aufstrebende Künstler, so der Londoner Möbeldesigner Yinka Ilori und die in Berlin arbeitende Modemacherin Kasia Kucharska. Archivstrecken zur Philosophie und Geschichte des Bauhauses zeigen die Parallelen zwischen Damals und Heute. Der zweite Teil der bauhausWORLD, "Der Effekt", begibt sich nach der unfreiwilligen Schließung des Bauhauses 1933 auf die Spuren seines weltweiten Einflusses: von Dessau über New York und das schwedische Älmhult nach Ulm. Wo begegnet uns das Bauhaus im Alltag? Ist das Bauhaus heute etwa bloß noch eine Marke? Und: Verdanken wir dem Bauhaus am Ende sogar unsere überdesignte Realität?