Schwere Waldbrände wüten in Australien
7. Dezember 2025
Australiens Behörden haben für Hunderttausende Einwohner in New South Wales die höchste Evakuierungsstufe ausgerufen. Mehr als 60 verheerende Waldbrände wüten in der Region. Der Premierminister des Bundesstaates, Chris Minns, versicherte im Gespräch mit Medienvertretern, die Regierung tue alles in ihrer Macht Stehende, um die Menschen zu schützen. Mehr als 1500 Feuerwehrmänner mit 300 Fahrzeugen seien im Einsatz.
Am Samstag hatten die Flammen laut der Rundfunkgesellschaft ABC mindestens 16 Häuser in einer Küstenregion 45 Kilometer nördlich von Sydney, der größten Stadt Australiens, zerstört. Die Feuer vernichteten zudem Infrastruktur und Tausende Hektar Buschland.
Das Wetteramt BOM warnte vor böigen Winden, intensiver Hitze und Gewittern. Nach Erkenntnissen der Behörde ist die aktuelle extreme Hitzewelle mit Temperaturen von 42 Grad Celsius ein Treiber der Waldbrände.
Australiens Premierminister Anthony Albanese sagte, glücklicherweise habe es bei den Bränden bisher keine Todesopfer gegeben. "Dieser Sommer wird ein schwieriger werden, wie offenbar alle Sommer in jüngster Zeit", sagte Albanese dem TV-Sender ABC.
Behörden warnen vor extremer Hitze
Die Behörden warnen für den australischen Sommer 2025/26 für weite Teile des Landes vor einem erhöhten Risiko für extreme Hitze. New South Wales gilt als eine der am stärksten von Waldbränden bedrohten Regionen Australiens, wobei das Risiko nach Experten-Angaben durch den Klimawandel zunimmt.
Bei den als "Schwarzer Sommer" bekannten Feuern 2019/20 in Australien wurde eine Fläche von der Größe der Türkei zerstört, 33 Menschen kamen ums Leben. Mehr als drei Milliarden Tiere starben in den Flammen oder verloren ihren Lebensraum.
Ende November gingen im australischen Bundesstaat Queensland nach einem heftigen Frühlingssturm tennisballgroße Hagelkörner nieder. Bei mehr als 95.000 Haushalten fiel der Strom aus.
se/pg (rtr, kna, afp)
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