Australien droht Jahrhundertflut | Aktuell Asien | DW | 03.02.2019
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Unwetter

Australien droht Jahrhundertflut

Heftiger Dauerregen hat in weiten Teilen des Bundesstaates Queensland für überflutete Straßen und Häuser gesorgt. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Darunter auch deutsche Touristen.

Es sei ein "Ereignis, wie es nur alle hundert Jahre vorkommt", sagte Queenslands Ministerpräsidentin Annastacia Palaszczuk über den sintflutartigen Regen im Nordosten Australiens. In einigen Regionen fielen binnen acht Tagen zwei Meter Regen pro Quadratmeter, was normalerweise der Niederschlagsmenge eines ganzen Jahres entspricht. Die Wetterbehörde in Queensland warnte die Bevölkerung auf Twitter eindringlich vor weiteren Überflutungen und einer Gefahr "für Leben und Eigentum".

Allein in der Küstenstadt Townsville, unweit des Great-Barrier-Riffs, waren 20.000 Häuser von Überflutung bedroht und tausende ohne Strom. "Die Wassermengen sind einfach unfassbar", sagte Einwohner Chris Brookehouse dem Sender ABC. "Unser Untergeschoss ist weg, der Kühlschrank und die Gefriertruhe treiben im Wasser." Sollte das Wasser noch fünf bis sechs Treppenstufen steigen, sei auch das Obergeschoss überflutet.

BG Wetteraberationen | Hochwasser in Townsville, Australien (picture-alliance/dpa/A. Rankin)

In der Küstenstadt Townsville sind tausende Häuser vom Hochwasser eingeschlossen

Zwei deutsche und zwei schweizer Touristen mussten per Hubschrauber gerettet werden, nachdem sie in ihren Autos vom Hochwasser überrascht worden waren. Die vier Personen blieben laut australischen Medienberichten unverletzt.

Australien Hochwasser in Townsville (picture-alliance/dpa/A. Rankin)

Der Dauerregen hat die Straßen in weiten Teilen Queenslands in Sturzbäche verwandelt

Der tropische Nordosten Australiens ist zu dieser Jahreszeit immer sehr regnerisch. Grund für die außergewöhnlich großen Regenmassen ist ein Monsun-Tiefdruckgebiet, das sich nur sehr langsam von der Stelle bewegt. Die australische Wetterbehörde geht davon aus, dass die Regenfälle noch drei Tage anhalten könnten.

jv/se (dpa, afp)

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