Ausstellung ″Von Schiele bis Grosz″ vereint Wiener und Berliner Kunst | Kultur | DW | 24.10.2013
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Kultur

Ausstellung "Von Schiele bis Grosz" vereint Wiener und Berliner Kunst

Hier Schiele und Klimt, dort Grosz und Kirchner - Gegensätze und Austausch der Genies der 1910er und 20er Jahre in den Metropolen an Donau und Spree: große Werke der Epoche in einer großen Schau, zunächst in Berlin.

Zu sehen ist eine breite Palette zentraler Werke von den Sezessionen über den Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit. Versucht werde dabei "etwas vollkommen Neues", verspricht der Berliner Museumsdirektor Thomas Köhler in einem Video zu dieser Präsentation. "Wien - Berlin. Kunst zweier Metropolen - von Schiele bis Grosz", so heißt die neue Sonderausstellung des Berliner Landesmuseum mit rund 200 Exponaten. Sie wird bis zum 27. Januar in der Berlinischen Galerie gezeigt, danach wandert sie nach Wien in die Österreichische Galerie Belvedere (15. Februar bis 15. Juni 2014).

In anderen Kulturbereichen wie Literatur, Theater und Musik sei das Verhältnis zwischen Wien und Berlin bereits beleuchtet worden, weniger aber auf dem Sektor der bildenden Kunst, merken die Kuratoren an. Aufgezeigt würden jetzt erstmals Gemeinsamkeiten und Widersprüche der Künstler der beiden Hauptstädte auf dem Weg in die Moderne und die wechselvollen Beziehungen zwischen den Kulturmetropolen zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Blick in Ausstellung Wien - Berlin. Kunst zweier Metropolen - hier Bilder von Otto Friedrich und Eugen Spiro (foto: dpa)

Highlights der Epoche neben unbekannteren Werken belegen wechselvollen Austausch zwischen Wien und Berlin

Dem Aufbruch in die Moderne nachgespürt

Symbolische Bildsprache und das große Ornament bei den Wiener Stilkünstlern, in Berlin hingegen Dada, Verismus und Neue Sachlichkeit in offensiver Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft. Direktor Köhler verweist auf die unterschiedlichen Trends in den beiden Großstädten: "Die Kunst in der kreativen Hauptstadt Wien war nervös, etwas überanstrengt und dekadent und ließ schon ein wenig das Ende einer Epoche ahnen. Berlin hingegen suchte nach dem Anschluss an die europäische Avantgarde und kämpfte gegen den starren kaiserlichen Kunstgeschmack".

Es sei nach dem 1. Weltkrieg "zum Inbegriff der Moderne und einer vibrierenden Metropole" geworden. Das aufstrebende Berlin hatte die Donaumetropole Wien mehr und mehr aus der Rolle als Europas dominierende Kunststadt verdrängt. Viele Künstler zogen ganz an die Spree...

SC/ml (dpa, epd, KNA, rbb)